19.04.2023 Orgiva, Sierra Nevada/Spanien

Ich kann es nicht glauben, 15:15 Uhr und ich habe Feierabend.
Seitdem haben wir immer bis etwa 17:30 Uhr gearbeitet. Aber wir haben herausgefunden, dass wir ein langes Wochenende bekommen und deshalb Freitag frei haben.
Am Sonntag machen wir uns dann wieder auf den Weg nach Malaga.

Heute war der Tag des Tünchens. Tünchen ist wie Streichen. Diese Kalkfarbe, auch Kalkmilch genannt, wird von Hanne selbst hergestellt. Sie wird dann auf die Wand aufgetragen wie eine Wandfarbe, nur viel dünner. Allerdings braucht man mindestens 2-3 Anstriche.
Ich habe heute 2 Anstriche geschafft.
Heute habe ich auch gelernt, dass es hier eine etwas andere Arbeitsweise gibt. Man streicht einfach über Spinnweben und Staub und so weiter. Hanne wollte einfach nicht akzeptieren, dass ich zuerst die Wände putzen wollte.

In vielen Fällen machen die Leute einfach weiter. Bei dieser Arbeitsweise, bei der man oft schon vorher weiß, dass die Handarbeit wahrscheinlich umsonst war, weil sie oft nicht lange dauert.
Aber wir passen uns einfach an und machen es so, wie es gemacht werden soll.

Alex musste heute die Streben für den Windschutz einstellen.
Natürlich nicht auf seine Art (Alex ist eigentlich ein Perfektionist, was nicht heißt, dass er ein Profi in den Dingen ist, die er tut, aber er arbeitet immer sehr gewissenhaft und sorgfältig), sondern ganz nach Anleitung.

Diese Wand ist das Ergebnis dieser großartigen Arbeitsweise. Der alte Lehmputz muss entfernt und die Wand neu verputzt werden.

Das war eigentlich eine Aufgabe für heute, Hanne hat sogar geholfen. Aber diese Arbeit war sehr anstrengend und dauerte länger als erwartet. Also ist das jetzt ein Projekt für einen anderen Tag.
Hier gibt es jeden Morgen Aufgaben und abends arbeitet man nicht nach Plan a, sondern nach Plan b, c oder sogar d. So ist das hier eben und man gewöhnt sich daran.

Ein kurzer Blick darauf, warum die Waschmaschine nicht mehr läuft. Und dann ab zum Ende des Tages.
Jetzt funktioniert sie wieder 🙂

Nachdem das Zelt mühsam aufgebaut worden war, wurde beschlossen, dass das Zelt morgen wieder um eine Stangenlänge gekürzt werden sollte.

Uff, das wird nicht einfach sein.
Aber das ist Plan A, mal sehen, ob es morgen klappt oder nicht.

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