Tag 11: In Richtung Purros – ein paradiesisches Wildniscamp – (ca. 280km)
Heute war es ein langer Fahrtag. Durch das Hermannstal ging es über Orupembe bis Purros, wo wir für zwei Nächte in einem urig schönen Camp (Puros Bush Lodge and Camp) blieben.
Wir trafen auf einen wunderschönen Teil des Hartmannstals, denn obwohl es eine eher trostlose und sandige Gegend ist, zeigt sich nach den Regenfällen im Mai/Juni eine tatsächlich farbenfrohe Vegetation.
Während der Fahrt heute kamen wir immer wieder an den Steinmännchen vorbei. Schon die vorigen Tage sind wir immer mal wieder auf eins gestoßen. Insgesamt haben wir 9 Stück gesehen.
Steinmännchen = Die „Lone Men“ im Kaokoveld.
Bis heute weiss niemand um wen es sich bei dem unbekanntem Künstler handelt, der seit 2014 in ganz abgelegene Regionen verstreut rund zwei Dutzend dieser Figuren aufgestellt hat. Die Figuren bestehen aus einem verschweißten Eisendrahtrahmen, der mit lokal gefundenen Steinen aus der Wüste gefüllt ist. Sie nehmen unterschiedliche Posen ein – manche sitzen auf Klippen, andere scheinen zu wandern.
Jede Figur trägt eine Botschaft bei sich, eine kleine Aluminiumplakette mit einer Nummer und einem oft nachdenklichen, poetischen Satz.
Gegen Nachmittag kamen wir im Camp an. Alle waren heute etwas durch die Hitze und der langen Fahrt müde.
Nachdem wir unser Zelt aufgebaut und die Autos mit dem Sprit des Reservekanisters aufgetankt hatten, hatten wir den Ausblick auf das Flussbett des Hoarusib genossen.
Tag 12: Hoarusib Tal – Wüstenelefanten & Antilopen – (ca. 50km)
Als wir heute früh aufwachten und aus dem Zelt grabbelten, glaubten wir unseren Augen kaum. Überall um uns herum waren Giraffenspuren. Nicht nur wir, sondern auch die anderen, haben in der Nacht absolut nichts davon mitbekommen.
Nach dem Frühstück fuhren wir dann den Hoarusib flussabwärts, nicht nur um die atemberaubende Landschaft zu bewundern, sondern auch, um die hier vorkommende Tierwelt kennenzulernen. Normalerweise sind hier nicht nur der Oryx, die Springböcke, Strauße und Wüstenelefanten beheimatet, manchmal ist auch der Wüstenlöwe hier zuhause.
Doch außer Sprungböcke, Giraffen, viele Spuren von Hyänen und frische Löwenspuren liess sich mal wieder kein Tier sehen. Obwohl der Geruch der Raubtiere stark in der Luft hing.
Bevor es zurück ins Camp ging, besuchten wir noch das Dorf purros, um Getränke zu kaufen. Und da Andi mit seinem Begleitfahrzeug heute ständig ein Luftverlust hatte, nutzen er und seine Helfer die Gelegenheit den Reifen zu wechseln, während die anderen einkaufen waren.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung.
Nachdem wir mit Wäsche waschen fertig waren, hatte ich die freie Zeit genutzt und mir mal die Gegend angeschaut.
Später zeigte uns Dieter noch, wie man auf zwei verschiedene Arten ganz einfach Brot herstellen kann.
Tag 13: Hoanib Flussbett & Pirschfahrten – (ca. 180km)
Die Strecke führte uns in den Hoanib. Dieses Trockenrevier ist nicht nur reich an Wild, sondern auch an Sandpassagen. Große Herden der verschiedenen Antilopenarten sind hier anzutreffen, sowie Giraffen, wenn an Glück hat Leoparden, Spitzmaulnashörner und die seltenen Wüstenelefanten. Es ist eines der letzten freien Tierparadiese.
An einer geeigneter Stelle wurde das Camp (Wild Camping Hoanib) aufgeschlagen und in der absoluten Wildnis genächtigt.
Wochen vor der Safari habe ich mir unendlich viele Gedanken über das Campen in der Wildnis gemacht. Keine Toiletten, keine Dusche, was gibt es für Krabbeltiere? Im Vorfeld habe ich mich riesig über die drei Lodge Übernachtungen gefreut. Heute kann ich es selbst nicht glauben, dass ausgerechnet ich sage: die schönste Zeit und die tollsten Nächte waren die in der direkten Wildnis. Die Lodge total überbewertet und die Camps nur zum Duschen interessant.
Zum Ausklang des Tages spendierte Dieter uns allen einen Gin Tonic 😉
Am Hoanib River trifft das Kaokoland auf die Skelettküste im Westen Namibias, der 270 Kilometer lange Fluss Hoanib ist eine der letzten Wasseroasen des Landes und bietet eine Oase für zahlreiche Tiere. Hier leben 75% der endemischen Arten Namibias. Darunter die meisten an die Wüste angepassten, frei herumlaufenden Elefanten, Löwen und Nashörner der Welt, sowie Zebras, Kudu und Giraffen. Dies ist ein wirklich außergewöhnlicher und beeindruckender Ort.
Dieses Mal hatten wir Glück und die Elefanten haben sich in ihrer voller Schönheit gezeigt. Auch Giraffen und Paviane haben wir gesehen.
Tag 14: Palmwag Camp – (ca. 250km)
Wir setzten die Fahrt durch den Hoanib fort, wo wir nochmals Giraffen und Strauße sahen.
Ab Sesfontein ging es wieder bis Palmwag, wo wir diesmal im schönen Camp der Palmenoase (Campsite Gondwana Collection Namibia) übernachteten und uns wieder auf die Zivilisation vorbereiteten.
Wir schlugen unser Zelt direkt neben dem Auto auf, genossen einen Eiskaffee am Pool, an Abend den Sonnenuntergang, später das Buffet und die Cocktails, die wir uns zum 32. Hochzeitstag gönnten.
Tag 15: Otjiwa Lodge- (ca. 300km)
Über den Grootbergpass gelangten wir nach Kamanjab. Ab hier gab es eine Asphaltstraße – die Zivilisation hatte uns wieder. Zügig ging die Fahrt weiter nach Süden, über Outjo und Otjiwarongo. Wobei wir in Outjo einen Stop einlegten um unsere Mittagspause dort bei einer Bakery zu verbringen. Wir nutzen die Gelegenheit unter anderem ein Andenken für unseren WENNE zu besorgen. Aus der Makalani-Nuss schnitzen Einheimische in Windeseile den gewünschten Namen in die mit typischen Tieren schon vorbereitete, geschnitzte Nuss. Egal wo man sich in Namibia befindet, findet man eine solche Nuss. in Läden kann man sie mit verschiedenen Tierarten darauf kaufen. In den Städten versuchen die Einheimischen ihr Glück diese auf der Straße zu verkaufen, indem sie dich permanent überreden wollen, deinen Namen noch Vorort einzuschnitzen. Der Preis liegt zwischen 1 und 3 Euro.
Otjiwarongo bedeutet „Ort des fetten Viehs“. Er liegt in der Nähe des Etosha Nationalparks und ist eine wohlhabende Stadt mit einem Vorstadtgefühl und zahlreichen Attraktionen. Die Stadt ist bekannt für ihre ausgezeichneten Naturschutzprojekte, zu denen mehrere Parks zum Schutz großer Wildkatzen gehören, wie der berühmte Cheetah Conservation Fund und die Crocodile Ranch.
Im Laufe des Nachmittages erreichten wir die Otjiwa Lodge (Das Otjiwa Eagle’s Rest liegt im Herzen von Namibias ältester Wildfarm und bietet einen ruhigen Rückzugsort inmitten von 10.000 Hektar unberührtem afrikanischem Buschland).
Wir genossen noch einen Game Drive (der Begriff stammt aus der Kolonialzeit, Game bedeutet Großwild und Drive steht für Fahrt, Pirschfahrt) mit Sundowner, bevor wir unser Abenteuer in der Lodge gemütlich ausklingen ließen.
Während des Game Drives konnten wir endlich Breitmaulnashörner, Warzenschweine, Kudus, Oryx und andere Tiere beobachten
Heute passierten wir auch den Veterinärzaun, er ist der längste Zaun Namibias. Er trennt die nördlichen Regionen von den südlichen Landesteilen und dient der Eindämmung von Tierseuchen. Außerdem stellt er sicher, dass Namibia seinen Status als fleischexportierendes Land aufrechterhalten kann. Es gibt strenge Auflagen an den Kontrollpunkten z.B. bei Oshivelo: so ist es grundsätzlich verboten, rohes oder ungekochtes Fleisch sowie frische tierische Produkte, wie Milch und Eier, aus dem Norden in Richtung Süden zu transportieren. Fahrzeuge werden an den Posten von Polizei oder Behörden durchsucht. Verbotene Waren müssen abgegeben werden oder man muss wieder umkehren.
Ausnahme: Vollständig durchgegartes oder gekochtes Fleisch.
Auch wir wurden kontrolliert und mussten einen Blick in die Kühlschranke gewähren lassen.
Tag 16: Abschied ! – (ca. 290km)
Nach einem letzten gemütlichen Frühstück und frischen 4° ging es zurück nach Windhoek. Wir Selbstfahrer brachten mit Dieter noch die Fahrzeuge zu ihm nach Hause und räumten sie aus. Gegen ca. 12 Uhr fand das unvergessliche Abenteuer Safari dann sein Ende.
Wir hatten eine richtig tolle Zeit, viele Erlebnisse, Eindrücke und eine tolle Gruppe. Jeder musste seinen Beitrag leisten, um das alles reibungslos funktionierte. Wie zum Beispiel Zelt aufbauen, Tische und Stühle aufstellen, Holz sammeln, beim Essen machen helfen, abwaschen ect. Insgesamt waren wir mit Dieter unserem Guide 13 Personen. 9 Personen im Safari Gemeinschaftsfahrzeug, das von Dieter gelenkt wurde und jeweils 2 Personen in den beiden Begleitfahrzeugen. Eine wirklich bunt gemischte Truppe mit vielen verschiedenen Charakteren, im Alter von 50 bis 80 Jahren. Mit der Zeit lernten wir uns kennen und für uns persönlich sind immer wieder die verschiedenen Lebensgeschichten und Beweggründe einer Reise oder auch die Lebensgeschichten der einzelnen Menschen die wir so kennen lernen dürfen interessant. Eine Geschichte ging uns sehr nah und hatte uns traurig gestimmt. Auch heute beschäftigt uns diese Geschichte immer wieder , sie wird uns sicherlich noch lange Zeit begleiten. Allerdings hat sie uns mal wieder gezeigt, dass unser Weg der richtige ist, dass Geld nicht das wichtigste im Leben ist und das unsere Sorgen und Probleme klein und nebensächlich sind.
Dieter unser Guide war sehr zufrieden mit dem Können seiner Selbstfahrer und sprach sein Lob aus. Denn außer das Alex einmal im Flussbett wegetriftet und infolge dessen im Sand stecken geblieben ist, unsere Autobatterie streikte, Andi’s Reifen irgendwann Luft verlor und sich eine Person bei einem Sturz Verletzungen im Gesicht, Arme, Beine und Bauch zuzog, die Dank der guten Versorgung schnell verheilten, lief alles ohne Probleme.
Die Gedanken, die wir uns im Vorfeld über die Nächte in der Wildnis ohne irgendwelche Sanitäranlagen, sprich ohne Toilette, ohne Wasser, ohne Strom/Licht und ähnliches, gemacht hatten, waren völlig unnötig, denn genau diese Nächte (vor allem diese nur im Schlafsack unter freiem Sternenhimmel) waren für uns mit die schönsten.
Doch das Abenteuer Afrika, Namibia war für uns noch nicht ganz zu Ende, denn wir hatten ja noch eine Anschlusswoche gebucht, um alles in den letzten Wochen erlebte zu verarbeiten und auf uns wirken zu lassen. Eine Woche nochmal entspannen und genießen bevor es für uns schweren Herzens wieder zurück nach Deutschland ging und nun bald ein weiteres Abenteuer mit unserem WENNE beginnen kann. Doch soweit sind wir noch lange nicht.
Lange hatten wir überlegt, ob wir diese Anschlusswoche nach der Safari lieber an der Küste oder auf einer Lodge verbringen wollen.
Kurz hatte ich es ja im vorherigen Beitrag angesprochen, dass Alina von den Outdoor Adventure Safaris in Namibia auf Kuzikus aufgewachsen ist.
Es machte uns neugierig und wir fanden es toll, was ihre Eltern aufgebaut hatten und sie mit ihren Geschwistern weiterführt. Somit fiel die Entscheidung gegen die Küste. Denn das Leben und die Arbeit auf einer Lodge kennenzulernen und mehr über das Schutzprojekt und den Natur- und Artenschutz auf Kuzikus zu erfahren, ist wirklich interessant für uns.
Kuzikus ist ein privates, vom Staat Namibia anerkanntes Naturschutzgebiet am Rande der Kalahari. Seit über 45 Jahren und bereits in zweiter Generation setzt sich Kuzikus für den Natur- und Artenschutz ein. Das Schutzgebiet verbindet individuellen Öko-Tourismus, Bildung und Wissenschaft direkt mit dem Erhalt der natürlichen Artenvielfalt. Außerdem bieten sie Gästezimmer sowie ein kleines Kalahari Buschcamp an. Mit einem Besuch auf Kuzikus wird das staatliche Schutzprojekt für die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner unterstützt.
Die Farm besitzt 10.000 Hektar geschützte Kalahari-Landschaft. Ein vielfältiges Mosaik aus Kameldornsavannen, Dünen und Kalkpfannen bildet die Grundlage für eine hohe Artenvielfalt. Der Name Kuzikus stammt aus der Nama‑Sprache und bedeutet Weißdornbaum.
Man findet hier außer den Rhinos viele Sprungböcke, Gnus, Impalas, Oryx und Kudus sowie Sträuße, Zebras, jede Menge Nagetiere, Warzen- und Stachelschweine, Skorpione, Geier, viele andere verschiedene Vogelarten und vieles mehr. Auf der Farm selber laufen einem immer wieder Hunde, Pferde und Hühner über den Weg.
Ganz neu und vor kurze erst eröffnet, steht hier die speziell entwickelte Astrofarm für ambitionierte Astrofotografen. Die abgeschiedene Lage ohne Fremdlicht, dunkler Himmel und ruhige Bedingungen bieten ideale Voraussetzungen für Deep-Sky- und Landschaftsastrofotografie.
Auf Kuzikus entstanden sieben stabile Astro-Plattformen mit Betonsäulen, Stromversorgung, Ethernet, WLAN und Windschutz.
Außer den Gründern Hildrut und ihrem Mann Fritz wohnen die beiden Brüder Fritz jun. und Berend mit ihren Familien auf der Farm, die diese nun in zweiter Generation weiterführen. Die Bediensteten haben in der Nähe ihre Unterkunft in einem quasi eigenen Dorf. Noch etwas weiter gibt es das Bush-Camp und eine weitere Unterkunft, dort haben die Volontäre in der Zeit ihres Aufenthaltes ihr Zuhause.
Wir wurden also nach der Safari von einem Shuttle dorthin gebracht. Zufälligerweise sind die beiden anderen Selbstfahrer auch noch ein paar Tage mit nach Kuzikus gekommen. Nach knapp 2,5 Stunden Fahrt sind wir dort angekommen und wurden von Fritz begrüßt. Später lernten wir noch Alinas Mama Hildrud kennen. Eine erstaunliche Frau die ihre Berufung hier auf Kuzikus gefunden hat. Nachdem wir dann unsere Zimmer bezogen hatten gab es noch Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen, wie jeden Tag um 15:30 Uhr.
Ein paar Tage durften wir eines der Gästezimmer bewohnen, doch leider war dieses nicht für unseren gesamten Aufenthalt frei, da ab unserem Tag 5 die Gästezimmer für eine ganze Gruppe Astrobegeistere reserviert war.
Somit verbrachten wir die letzten Tage im 1,5 km entfernten Kalahari Buschcamp. Namibia jeden Tag ein Abenteuer.
Am Tag 2 gab es ab 8 Uhr Frühstück. Danach haben wir uns die Gegend angeschaut. Es gibt 2 Rundwege, einen mit 3km und einen mit 5,2km. Bevor man sich auf den Weg macht, muss man sich zur Sicherheit auf der Lodge abmelden und später dann wieder seine Anwesenheit anmelden. Wir sahen verschiedene Tierspuren und eine Menge Giraffen. Auf Kuzikus gibt es aktuell 70 Giraffen.
Nach dem Lunch (Giraffenbolognese mit Reis, Rote Bete und Salat) um 13 Uhr machten wir einen faulen Tag in der Sonne und beobachteten die verschiedenen Tiere.
Ohne Frühstück ging es um 7:00 Uhr mit Berend zum Rhino Tracking. Es war sehr kalt aber im offenem Land Rover lagen tatsächlich warme Decken für uns bereit. Nach einer kurzen Fahrstrecke suchten die beiden Spurensucher eine Fährte. Und mit etwas Geduld hatten wir das große Glück, das gerade mal knapp zwei Wochen alte Kalb mit ihrer Mama Juno zu sehen, toll!
Mit noch mehr Geduld fanden wir Spuren von einer anderen Rhino Mama Kenia und ihrem etwa 3 Jahre altem Kalb. Um den Spuren weiter zu folgen ging es für uns zu Fuß weiter durch die Kalahari. Wir mussten sehr vorsichtig und leise sein und immer den Wind im Blick haben, damit uns das Rhino nicht wittert. Denn im Gegensatz zu den Breitmaulnashörnern, bei denen man sich gut bis auf 60 Meter nähern kann, da sie sehr gutmütig sind, sind Spitzmaulnashörner aggressiver und wenn sie einen wittern kann es gut möglich sein, dass sie auf dich zukommen und es schon gefährlich werden kann. Deswegen ist höchste Aufmerksamkeit und ein gewisser Abstand zu diesen Tieren notwendig.
Während Berend mit uns eine Teepause gemacht hatte suchten die beiden Fährtensucher weiter nach den Nashörnern. Wir waren noch gar nicht fertig als diese sich über Funk meldeten und meinten das Rhino mit ihrem Jungen gefunden zu haben. Doch wir sollten schleunigst unsere Teepause abbrechen und weitergehen, da wir direkt im Windzug stehen, es schon etwas Nervosität zeigt, da es uns wittert. Gesagt getan und dann hatten auch wir die beiden im Gras liegen sehen. Allerdings konnte man sie wegen des größeren Abstandes und des hohen Gras nur mit dem Fernglas von nahem beobachten. Für unsere Fotos war es keine gute Position.
Auf einer ca. 3 stündigen Bushman Tour erklärte uns Bushman Toi Fährten zu lesen. Wir lernten das Aussehen verschiedener Fußabdrücke, wie alt sie waren und in welche Richtung das Tier lief. Wir lernten aus dem Kot zu lesen, von welchem Tier, ob es männlich oder weiblich war und wie sinnvoll man ihn manchmal einsetzen kann. Wir lernten welche Tiere in welchem Erdloch wohnen, wie man erkennt, ob es noch bewohnt ist und wie man sich bei großen Erdlöchern verhält. Er grub uns einen Skorpion aus und erklärte uns seine Gefährlichkeit, die Folgen und Ersthilfe.
Erzählte uns wie Buschmänner Feuer machen, jagen und wie sie „Tierstraßen“ lesen, um zu wissen, wo sie Wasser finden können. Wie man sich bei Gefahr von Löwen verhalten sollte und vieles mehr.
Am Nachmittag des 4. Tages mussten wir uns nun auch von unserem letzten Pärchen des Safari-Trips verabschieden. Für die Beiden ging es wieder nach Hause. Wir hatten nicht nur auf Safari, sondern auch hier auf Kuzikus eine super schöne Zeit und viele tolle gemeinsame Erlebnisse gehabt.
Am Tag 5 auf Kuzikus wechselten wir unsere Unterkunft von dem Gästezimmer in das Bush-Camp.
Es gibt insgesamt 3 Zelte, wovon eins aktuell von einer Volontärin genutzt wurden.
Das Bush-Camp liegt knapp 1,5 km von der Farm entfernt und tagsüber war es kein Problem diese Strecke zu Fuß zu gehen. Wenn es dunkel war durften wir nicht laufen. So sind wir nach dem Abendessen mit den Volontären und Ekkehard, einem Angestellten, zurück gefahren.
Nach dem wunderschönen Sonnenaufgang sind wir jeden Morgen zum frühstücken gelaufen. Immer in Begleitung von Wildpferden, Giraffen, Kudus, Oryx, Sprungböcke Impalas, verschiedene Vogelarten und anderen Tieren. Da wir im Bush-Camp kein WLAN hatten blieben wir die ersten Morgenstunden nach dem Frühstück noch auf der Farm, um ein bisschen im Internet, auf WhatsApp, Instagram und ähnliches zu stöbern, bevor wir dann wieder die 1,5 km zurück liefen.
Auf unserer Terrasse genossen wir dann die Stille, den Ausblick, die Sonne und die Tiere, die sich ab und zu in unsere Nähe trauten.
Zur Lunchtime ging’s dann wieder zu Fuß zur Farm. Immer wieder wurden wir von den Angestellten darauf hingewiesen, dass uns jederzeit jemand fahren kann. Doch wir liebten es diesen Weg inmitten der Tiere zu gehen. Auf die Teatime vor Ort verzichteten wir, ließen uns Wasser in der Thermoskanne und Teebeutel mitgeben und tranken diesen dann bei uns am Zelt. Später feuerte Alex dann den Ofen für heißes Duschwasser an und mit dem Sonnenuntergang liefen wir zum Abendessen.
Die Nächte im Zelt waren mit Temperaturen zwischen 1 und 5° Grad sehr frisch. Sowohl Berend und Fritz die Juniorchefs, Hildrud die Seniorchefin, als auch der Koch, Samuel die Küchenhilfe, das Zimmermädchen, die Volontäre und Ekkehard sorgten sich um unser Wohl. Boten uns mehr Decken, Wärmflaschen und heißes Wasser für Tee in der Nacht und am Morgen an. Nachts hörten wir die Tiere ums Zelt schleichen, das wiehern der Wildpferde und die Rufe der Impalas und noch bevor die Sonne auf ging, konnten wir die Morgenröte von unserem Bett aus sehen.
Wir genossen eine entspannte Woche auf Kuzikus.
Nach sechs Nächten auf Kuzikus mussten wir uns schweren Herzens von unserem Abenteuer Namibia verabschieden.
Doch bevor uns gegen 14 Uhr das Taxi knapp 3 Stunden zum Flughafen Windhoek brachte, gab es für uns nochmal Frühstück und Mittagessen.
Schon die ersten Tage in Namibia bei Claudia im Casa Piccolo waren ein toller Start. Die Safari mit Dieter war unbeschreiblich schön. Auch mit unserer Gruppe hatten wir riesiges Glück, denn sie war wirklich klasse. Einige von ihnen werden wir noch lange in unseren Herzen tragen.
Die Zeit auf Kuzikus verging viel zu schnell. Die familiäre Atmosphäre, das gemeinsame Essen mit Berend, Fritz, den Volontären und Ekkehard war jedesmal sehr schön. Wir konnten uns alle etwas kennenlernen und hatten interessantes über Kuzikus gelernt. Die Angebote der Game Drives, die Bushman Tour oder auch das Rhinotracking waren super und das gesamte Team, inklusive dem immer gut gelauntem Koch und Salomon aus der Küche, sowie die Buschleute die auf der Farm arbeiten und teilweise bei den Ausfahrten dabei waren, waren unglaublich freundlich und machten uns den Abschied nicht leicht.
Ein herzliches Dankeschön geht an Dieter unserem Safari Guide, wir hatten eine unvergesslich schöne Zeit und immer sehr leckeres Essen 😉
Auch Alina mit der wir im Vorfeld, bei der Planung und Buchung in Kontakt waren, gilt unser Dank für die tolle und reibungslose Abwicklung.
Vielen lieben Dank auch an das gesamte Kuzikus Team insbesondere Berend, der jederzeit für uns da war. Herzlichen Dank an Hildrud und dem lieben Koch, sie waren immer um unser Wohl besorgt. Danke an die beiden Volontäre und an den Mitarbeiter Ekkehard, es war toll euch alle kennenzulernen und danke dafür, dass ihr uns soviel Einblick über eure Zeit auf Kuzikus gegeben habt.
Ein riesiges Dankeschön an meine Eltern, du uns pünktlich zum Flughafen München brachten und mitten in der Nacht los fuhren, um uns wieder abzuholen.
Und auch euch allen möchten wir dankeschön sagen.
Danke für euer Interesse an unseren Abenteuern und das ihr immer fleißig unsere Beiträge lest und mit uns mir reisen tut.
Danke für eure Kommentare, eure lieben Worte, eure Ratschläge und Tipps.
Nun ist das Abenteuer Namibia abgeschlossen und bald wird es neue, hoffentlich spannende Erlebnisse geben, die wir mit euch teilen werden. Aktuell sind wir dabei unseren WENNE fit für den TÜV zu bekommen und einige Schönheitsreparaturen zu erledigen. Von denen wir euch dann im nächsten Beitrag voraussichtlich am 01.08.2026 berichten werden. Bis dahin, genießt das Leben und passt auf euch!
Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
Es war sehr spannend, eure Reise mitzuerleben. Vielen Dank für die ausführlichen Schilderungen. Ich habe jeden Beitrag sehr genossen. Vielen Dank für eure Mühe, uns mitzunehmen.
Ganz liebe Grüße Renate
Liebe Renate,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Es war für uns wirklich ein tolles Erlebnis mit sehr vielen Eindrücken. Alles nochmal reviews passieren zu lassen, um diese Beiträge zu erstellen hat nochmal richtig Spaß gemacht. Es freut uns aber immer sehr und macht noch mehr Spaß, wenn wir hören, dass sie gerne gelesen und Freude bringen.
Viele liebe Grüße zurück
Iris und Alex