Namibia Mai/Juni 2026 Teil 1/3

Mit dieser Reise erfüllen wir uns einen langersehnten Wunsch. Bewusst haben wir uns gegen eine Reise als Alleinfahrer und für eine 16 tägige Safari als Fahrer eines von zwei Begleitfahrzeugen, inkl. einer Anschlusswoche auf einer Lodge, entschieden.
Am 17. Mai ging es mit einem Nachtflug nach Namibia, wo wir gegen 7:30 Uhr bei kühlen 7° Grad in Windhoek landeten.
Insgesamt waren schon wir 3x in Afrika, entweder man liebt es oder man hasst es. Ein dazwischen gibt es nicht!

Digital kann man das Erlebte, das Gefühl, die Düfte und die Schönheit des Landes einfach nicht richtig rüberbringen, trotzdem nehmen wir euch mit auf unser Abenteuer. Es gibt viel zu lesen und wir versuchen euch auch einigermaßen tolle (aber nicht professionelle) Bilder und Videos zu zeigen.
Bevor es auf Safari ging buchten wir uns noch ein paar Tage bei Claudia im Casa Piccolo in Klein Windhoek ein. Als Romeo, unser Shuttle, uns mit Verspätung abholte, stieg Alex gleich mal vorne im Auto mit ein, um die Atmosphäre als Beifahrer eines Rechtslenkers mit Linksverkehr zu erleben. Das war auch für mich im Hinteren des Autos ein sehr ungewohntes Gefühl. Vor allem die Kreisverkehre und das Abbiegen, das sich im Linksverkehr total falsch für uns anfühlte. Als Romeo uns also im Casa Piccolo abgeliefert hatte, wurden wir sehr nett von Nigel begrüßt.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen und uns kurz ausgeruht hatten, sind wir zu Fuß etwas essen gegangen und hatten noch Wasser und ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
Ein Abenteuer für sich! Die Autos fuhren sehr chaotisch, Gehwege und geteerte Fußwege gab es wenige, außer natürlich direkt in der Stadt. Für uns war auch als Fußgänger der Linksverkehr ungewohnt. Wenn man über die Straße gehen wollte, schaute man grundsätzlich in die falsche Richtung, ob ein Auto kommt oder nicht. Bei Ampeln wurde meist über Rot gegangen, da diese gefühlt nie auf grün schalteten. In gewissen Gegenden fand man selbstverständlich die Art Menschen, die einen ansprachen, ob man eine Fahrgelegenheit suche oder einen Guide brauche. Außerdem stand in gefühlt jeder Ecke jemand und versuchte sein Glück, um etwas zu verkaufen.
Irgendwie war der lange Nachtflug für uns doch anstrengend und so richtig schlafen konnte man im Flugzeug auch nicht.
Deswegen hatten wir uns auch im Vorfeld, für ein paar ruhige Tage vor dem Safariabenteuer entschieden. Und so fielen wir schon am Nachmittag müde ins Bett.

Am nächsten Tag waren wir wieder fit und entschieden uns dafür, das Angebot von Romeo, uns als Taxi zu chauffieren, anzunehmen.
Gegen 12 Uhr ließen wir uns von ihm nach Windhoek fahren und am Abend wieder abholen.
Windhoek war wie erwartet für uns keine besondere Stadt. Wir liefen einmal die Independence Avenue entlang, an der es viele Einkaufsmöglichkeiten gab. Hier in Windhoek fehlte es wirklich an nichts, man konnte alles kaufen was das Herz begehrt. Natürlich wurden wir auch hier immer wieder von Einheimischen angesprochen, die uns entweder etwas verkaufen oder Spenden haben wollten.
Sehr viele Sprechen auch deutsch und somit war eine Sprachbarriere für uns als Ausrede keine Option. Das permanente angequatsche kann wirklich sehr anstrengenden und auch nervig sein.

Das Independence Museum war kostenlos zu besichtigen, wobei es ohne Guide nicht möglich war und dieser wollte natürlich belohnt werden.
Das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum (Independence Memorial Museum) in Windhoek dokumentiert die Geschichte des namibischen Befreiungskampfes gegen die Kolonialherrschaft und die Apartheid bis zur Unabhängigkeit 1990.
Neben dem Independence Museum gibt es die „Alten Feste“ (Festung), ein mittlerweile geschlossenes Museum mit einem Reiterdenkmal, das an die Kolonialkriege des deutschen Kaiserreichs gegen die Herero und Nama von 1903 bis 1907 in Deutsch-Südwestafrika erinnern soll.

Da wir ja eins der beiden Begleitfahrzeuge fahren durften traf gegen 15 Uhr des nächsten Tages Dieter, unser Safari Guide, im Casa Piccolo ein, um uns und dem anderen Pärchen des zweiten Begleitfahrzeuges eine kleine Einweisung zu geben.
Als er kam hatten sich bereits 10 von 12 Safari Abenteurern hier versammelt. Alle wurden erstmal von ihm begrüßt und nach einer kurzen Ansprache nahm Dieter uns und die anderen beiden Selbstfahrer mit zu sich nach Hause. Dort warteten bereits die Begleitfahrzeuge auf uns. Nach einer kurzen Einweisung fuhren wir die Fahrzeuge dann zum Casa Piccolo zurück, wo auch unser Treffpunkt für den Start der Safari am nächsten Morgen war. Das war für Alex seine erste Fahrt in einem Rechtslenker mit Linksverkehr. 
Am Abend waren wir mit den anderen gemeinsam Abendessen im nahegelegenen Restaurant.

Nach 3 Tagen Akklimatisierung begann dann unser eigentliches Abenteuer:

Die Safari „CHEFS SPEZIAL-HINTERES KAOKOVELD & VAN ZYLS/OTJIHA PASS EXPEDITION“

(www.outdoor-adventure-namibia.de) auf der wir in über zwei Wochen ein Afrika fernab der Zivilisation kennengelernt hatten. Wobei es heißt, dass dieses Jahr, zu dieser Jahreszeit (Mai/Juni) die Vegetation so grün ist, wie schon seit 50 Jahren nicht mehr.
Passende Ausrüstung, geländetaugliche Fahrzeuge und einen Guide mit dem entsprechendem Wissen ist bei dieser Tour, auf der wir das abgelegene und ursprüngliche Gebiet Namibias erkunden durften, von großem Vorteil. Zumal einige Strecken auf unserer Route mit einem Mietfahrzeug nicht befahren werden dürfen und auch nur wenige Safari Anbieter diese Strecken mit anbieten. Auch Selbstfahrer mit ihrem eigenen Fahrzeug wird eher abgeraten und wenn, dann nur mit mindestens zwei Fahrzeugen empfohlen, da manche Pässe, wie auch wir erleben durften, mehr als anspruchsvoll sind.

Wir waren also nicht nur mit dem Safarifahrzeug in dem inklusive Fahrer 9 Personen mitfuhren, sondern auch mit 2 Begleitfahrzeugen, in denen nicht nur das Gepäck der Gäste, sondern vor allem die Verpflegung, da die Einkaufsmöglichkeiten auf diesem Tourverlauf sehr selten sind, als auch Wasser, Sprit in ausreichender Menge und die Koch- und Zeltutensilien mitgeführt wurden.

Als Alex bei unserer Planung für eine Reise nach Namibia erfuhr, dass diese Begleitfahrzeuge auch als Selbstfahrer angeboten wurden war klar, er will diese Safari selber mit diesem 4×4 Toyota Landcruiser durch die Wildnis fahren und ein unvergessliches Offroad Erlebnis haben.

Unser Guide war Dieter. Er und seine Frau Alina, die hier in Namibia aufwuchs, (ihre Eltern haben in Namibia mit dem Kuzikus Reservat vor über 45 Jahren ein privates Wildschutzgebiet geschaffen und sich für die Erhaltung eines Teils ursprünglichen Afrikas engagiert. Dazu gibt es im Laufe der nächsten Beiträge mehr Informationen, da unsere Anschlusswoche genau auf dieser Loge, in diesem Reservat war), bieten schon sehr viele Jahre verschiedene, wunderschöne Abenteuer mit Safaris an und Dieter kennt sich bestens mit den Begebenheiten aus.
Beide sind deutscher Herkunft, somit gibt es keine Sprachbarrieren und für uns ist das natürlich perfekt.

Los geht’s:
Tag 1: Ameib Phillips Cave – (ca. 250km)

 

Fast pünktlich um 9 Uhr ging es los. Unsre Gruppe bestand aus insgesamt 13 Personen.

Unser erster Stopp war noch bei einem Supermarkt, um letzte Vorräte einzukaufen. Anschließend verließen wir die Stadt und es ging in das Erongo Mountain Range (Erongo-Gebirge). Es ist ein spektakuläres, kreisförmiges Massiv vulkanischen Ursprungs in Namibia, das etwa 130 Millionen Jahre alt ist. Es handelt sich um ein Überbleibsel eines erloschenen Vulkans, das sich aus der flachen Ebene des Damaralandes erhebt.

Unsere Reise verlief über Okahandja nach Karibib und Usakos. Von hier aus ging es ein kleines Stück nach Norden zum Ameib Camp, wo wir unsere Zelte aufschlugen. Zelte wurden von dem Safari Anbieter (Outdoor Adventure Safaris) gestellt. Schlafsack, Isomatte und was wir sonst noch zum Zelten für die Nächte brauchten, mussten wir selber mitbringen.

Nachmittags fuhren wir nochmals mit unseren Fahrzeug los, an den wunderschönen Ort „Bull’s Party“, an dem wir dann eine Stunde Zeit hatten, uns alleine diese tolle Gegend anzuschauen.
Die „Bull’s Party“ in Namibia ist eine berühmte Ansammlung surrealer, kugelrunder Granitfelsformationen auf dem Gelände der Ameib Gäste- und Campingfarm im Erongogebirge. Die Felsen liegen wie riesige Murmeln oder von Riesen verstreute Bälle in der Landschaft.
Die runden Granitblöcke entstanden über Jahrmillionen durch extreme Temperaturschwankungen und Verwitterungsprozesse unter und über der Erdoberfläche.

Zurück am Camp angekommen fingen die ersten an sich um das Essen zu kümmern während wir und ein paar andere die Dusche genießten. Nach dem Abendessen genossen Alex und ich den wunderschönen Sternenhimmel.

Während unserer Nächte im Zelt startete der Morgen immer mit einem einfachen Frühstück aus Brot, Wurst, Käse Aufstrich, Marmelade, Nutella, Müsli, Tee, Kakao oder Kaffee. Zur Mittagspause gegen 13 Uhr gab es ein einfaches Vesper. Brot, Wurst, Käse, Aufstrich und Essiggurken wurden irgendwo in der Wildnis ausgepackt. Abends wurden wir dann von Dieters Grillkünsten verwöhnt. Er brachte aus eigener Schlachtung Springbock-, Kudu-, Oryx- und Rindfleisch mit. Zwei aus der Gruppe waren für den Salat verantwortlich.
Gemeinsam wurde abwaschen, die Tische und Stühle auf- und abgebaut, während Alex und Andi die Verantwortung für Gepäck hatten. Natürlich musste auch jeder sein Zelt auf- und wieder abbauen.

Tag 2: Kleine Spitzkoppe & Messum Krater – (ca. 150km)

Bevor wir heute weiterfuhren machten wir nach dem Frühstück und zusammenpacken der Zelte eine Wanderung zu den Felszeichnungen in der Phillips Grotte.
Diese von den San (Buschleuten) geschaffenen Malereien ist das detaillierte Bild eines großen weißen Elefanten. Weitere Motive umfassen zahlreiche Antilopen (wie eine markante rote Antilope) und geometrische Symbole, die über 3000 Jahre v.Ch. alt sind.

Danach ging die Fahrt weiter ins Damaraland.
In Uis tankten wir die Autos wieder voll und nutzten die Möglichkeit zum Getränke einkaufen.

Damaraland ist riesig, ungezähmt, robust schön und hat eine außergewöhnlich reizvolle Landschaft mit offenen Ebenen, alten Tälern und spektakulären Felsformationen. Die Route verlief auf einer selten befahrenen Allradstrecke zur kleinen heiligen Spitzkoppe und dann quer durch die wohl schönste Wüste Namibias bis zum Messum Krater.

Doch vorher mussten wir erst noch etwas Luft der Reifen ablassen, um auf der sandigen Piste besser fahren zu können.

Am Nachmittag suchten wir uns einen geeigneten Platz zum Campieren, mitten in der Wildnis ohne Sanitäranlagen.

Wir schlugen unser Camp in einer krassen, wunderschönen Landschaft in der Nähe von Cape Cross auf, wo sich entlang der Skeletonküste Namibias der Messum-Krater befindet. Der Krater sind die Überreste eines einst aktiven Vulkans im Damaraland. Er ist ein breites, flaches Becken mit einem Durchmesser von 25 km und wurde von William Messum benannt, dem Kapitän eines britischen Handelsschiffs, das in den 1850er Jahren Cape Cross besuchte. Der Kapitän benannte den Dry River Course, die Berge und den Krater nach sich selbst.
Heute hatten wir die Möglichkeit ohne Zelt, sondern nur im Schlafsack unter freiem Sternenhimmel zu schlafen.

Ein tolles Erlebnis!

Tag 3: Ugab Camp – (ca. 100km)


Die Fahrt ging heute zu dem abgelegenen Rhino Camp im Ugab.
Bevor wir dort ankamen gab es an einer Stelle einen ausgetrockneten Salzsee, welcher an der weißen Salzschicht inmitten des roten Gesteines zu erkennen ist.

Die Welwitschie Pflanze wächst bereits seit über 112 Millionen Jahren auf Erden.
Diese hier ist 100 Jahre alt.
Sie wächst in der Wüste Namib im südlichen Afrika und ist in vielen Wappen in Namibia zu sehen, unter anderem im Wappen Namibias, Wappen der Stadt Swakopmund und Wappen der Region Kunene. Obwohl die Pflanze mehrere hundert Jahre alt wird, besitzt sie nur ein Blattpaar.

Die Fahrt verlief weiter durch die namibischen Mondlandschaften, weitere atemberaubende abgelegene Landschaften, weites, offenes Gelände und mit spektakulären Ausblicken. Mit den steilen Anstiegen und Abfahrten hatte Alex einen riesen Spaß durch die abenteuerliche 4×4 Offroad Strecke zu fahren.

Das Ugab Save the Rhino Trust (SRT) Namibia hat unermüdlich daran gearbeitet, das wüstenangepasste schwarze Nashorn der Kunene und Erongo-Regionen zu schützen. Vom Zeitpunkt des beinahe Aussterbens hat sich die Nashörnpopulation erholt, und SRT ist stolz darauf, Teil dieses Erfolgs zu sein.

Die SRT arbeitet in einem abgelegenen, rauen Gebiet von mehr als einer Million Hektar, mit wenigen Zäunen, ohne Nationalparkstatus und ohne Kontrolle darüber, wer ein- oder aussteigt. In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Tourismus, lokalen Gemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen gehen die engagierten Teams von Trackern täglich auf Patrouillen, um diese letzte wirklich freie Population von Schwarznashorn in der Welt zu überwachen.

Wir fuhren auf gut Glück dort hin, denn nach heftigen Regenfällen und Flutwellen im Ugab-Flussbett wurde das Ugab Rhino Camp in der Vergangenheit schwer beschädigt und teils weggespült. Auch Dieter wusste nicht, ob es schon wieder aufgebaut wurde. Doch wir hatten Glück, es ist zwar noch nicht wieder komplett aufgebaut aber es gibt bereits wieder Duschen und Plumpsklos afrikanischer Art 😉
Als wir gegen 13 Uhr ankamen bauten wir als erstes wieder die Zelte auf.

Nach einer Vesperpause im Schatten eines Baumes gingen wir etwas die Gegend erkunden und Brennholz für das leckere Abendessen, dass uns Dieter gezaubert hatte und Frühstück zu sammeln.

Tag 4: Quelle Gai Aas, Huab & Desolation Valley – (ca. 120km)


In den nächsten Tagen erlebten wir eine Region Namibias über deren Existenz sich nicht einmal die Namibier so richtig bewusst sind. Auf den gängigen Landkarten ist hier weder eine Straße, noch eine Ortschaft, noch irgendein Anhaltspunkt eingetragen, es ist einfach nur ein „weißer Fleck“. Die nächsten Tage waren reines Offroad Gelände, also die idealen Einsatzbedingungen für die Geländefahrzeuge und ein riesiger Spaßfaktor für Alex. Hier muss man anhand von topographischen Karten und GPS den Kurs bestimmen. Uns wurde in den folgenden Tagen eine der fantastischsten Landschaften Namibias mit allen nur erdenkbaren Variationen von Wüsten und Halbwüsten präsentiert. Wir erlebten in der Umgebung des Ugab Revieres ein wahres Labyrinth von Schluchten und Tälern. Es ist eine Landschaftsform, die sich erst in ihrer vollen Schönheit zeigte, als wir in die Hochebene weiter nördlich des Flussbettes kommt.

Bei der Quelle Gai Aas fanden wir Ruinen einer frühzeitlichen Besiedelung durch nomadisierende Viehzüchter. Die Behausungen bzw. Ruinen sind 5000 Jahre alt. Schon lange sind diese aufgrund der starken Dürre nicht mehr besiedelt. Bis vor einigen Jahren war die Wasserquelle auch die Anlaufstelle für Tiere.

Die Hochebene senkt sich weiter nördlich zum Flussbett des Huab und Desolation Valley. Das hier vorherrschende rote Gestein wurde von dem Fluss tausendfach eingeschnitten, so dass die unterschiedlichen Farbtöne der Gesteinsschichten voll zum Vorschein kommen.

In der Kunene Region gibt es einen versteinerten Wald (afrikaans Versteende Woud, englisch Petrified Forest), wie er auch an verschiedenen anderen Stellen der Erde vorkommt.
Die Stämme sind in unzählige kleinere Stücke zerbrochen und wenn sie auch Jahrmillionen alt sind, kann man die Jahresringe noch erkennen. Da die Stämme keine Reste von Wurzeln aufweisen, nimmt die Wissenschaft an, dass es sich um Treibholz handelte, das vermutlich aus Angola durch eine große Überflutung hier angeschwemmt wurde.
Weil die Hölzer zunächst durch Sedimente luftdicht abgedeckt wurden und in ihre Zellen anschließend Kieselsäure eindrang, versteinerten sie im Laufe von vielen Millionen Jahren. Durch Erosion kamen sie wieder ans Tageslicht. Es handelt sich dabei nicht um eine „Versteinerung“ im wörtlichen Sinne, da die organischen Substanzen bei solchen Vorgängen nicht in Gestein umgewandelt, sondern durch Gestein ersetzt werden.
Dieser Baumstamm ist 250 Millionen Jahre alt.

Auch kamen wir an diesem Flussbett mit den wunderschönen ausgewaschenen Kalksandfelsformationen vorbei.

Wieder einmal übernachteten wir mitten in der Wildnis und wieder entschieden uns wir uns für eine Nacht im Schlafsack ohne Zelt und konnten an dem kristallklaren Nachthimmel die Sterne beobachten.
Abends hörte man die Geckos von den Felswänden schreien.

Noch ein paar Eindrücke von Tag 5:

Tag 5: Palmwag Lodge – (ca. 130km)

Wir setzten die Fahrt auf dieser interessanten Allradstrecke nach Nordosten fort. Etwa zur Mittagszeit sind wir dann wieder auf die Straße gestoßen, welche uns weiter nach Palmwag, einer Oase unter Palmen, führte. 

Palmwag ist ein Naturschutzgebiet das idyllisch an einem von Palmen gesäumten Nebenfluss des Uniab River liegt. Wasser ist in diesem Gebiet knapp, daher lockt die Anwesenheit des Flusses Elefanten oft näher an die Lager. Doch nach der Regenzeit verirren sich selten Elefanten hierher, da es draußen genug saftiges Grün gibt. Deswegen haben wir leider keine durch die Palmweg Loge laufen sehen. Das Reservat zeichnet sich durch seine ungewöhnlichen Palmenarten, das Hyphaene Petersiana, und die Heimat der größten Bevölkerung südwestlicher schwarzer Nashörner in Afrika aus.

Heute übernachteten wir in dem netten Palmwag to Go Camp, in einem großen festen Zelt mit Betten, Badezimmer und Küche.

Genossen den Eiskaffee an der Bar, den Pool und zum Buffet beim Abendessen im Lodgerestaurant einen Rock Shandy, dem beliebten Erfrischungsgetränk in Namibia und Südafrika. Bestehend aus Limonade, Mineralwasser und einem kleinen Schluck Bitterlikör. Idealfall mit Eiswürfel und Zitrusfrüchte dekoriert.

Vor dem Abendessen gab es noch den Sundowner. Üblicherweise Gin Tonic und Snacks zum Sonnenuntergang, wer möchte bekommt auch Wein. 

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Kirsten und Rainer

    Vielen lieben Dank für diese Eindrücke.
    Ein paar Tränchen kullern beim Nachempfinden und der Sehnsucht.
    Wie beeindruckend diese Welt ist, wie winzig und unwichtig der Mensch,
    erfährt man am ehesten in dieser grandiosen Natur.
    Natürlich könnt ihr Düfte, Geräusche nicht „rüberbringen“ und dennoch „riecht“ und „hört“ man sie.
    Nochmals Danke für diese ersten Bilder und dass ihr uns an diesem besonderen Abenteuer teilhaben lasst. ❤️

    1. Iris und Alex

      Hallo ihr Beiden,
      vielen Dank für euren Kommentar.
      Es tut gut zu hören, dass was wir tun geschätzt wird. Für uns ist es eine anstrengende Arbeit, diese Beiträge zu machen. Wir sind einfach keine Profis und für einen professionellen Aufbau fehlt uns Wissen und die finanziellen Mittel.
      So brauchen wir viel Zeit, Nerven und Geduld. Vor allem wenn es um die Bearbeitung der Bilder und Videos geht.
      Es war tatsächlich ein unvergessliches Abenteuer. Erschreckend und traurig zu sehen was diese Trockenheit und zum Teil das Wasser der Regenzeit anstellt oder wie manche Menschen hier leben. Unser Luxus komplett überzogen, unser Konsum ohne Worte und unsere Probleme und Sorgen eigentlich winzig klein. Und trotzdem so schön diese Weite, diese Landschaft oder auch zu sehen wie einige ihren Alltag meistern und auch zufrieden damit sind.
      Den Tieren zuzusehen und zu sie zu beobachten und zwar dort wo sie Zuhause sind, ist unbeschreiblich schön. Zu wissen, dass es noch immer Wilderei gibt stimmt uns traurig. Zu lernen wie man damit umgeht wenn man ihnen begegnet oder allgemein zu erfahren wie man im Bush überleben kann, für uns hochinteressant.
      Ich könnte euch ewig weiterschreiben aber es kommen ja noch zwei weitere Beiträge und das Abenteuer wird immer wilder, anspruchsvoller und noch interessanter😉
      Fühlt euch gedrückt und liebe Grüße
      Iris und Alex 👋🏽

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