März 2026 Portugal, Algarve_Spanien, Andalusien, Badajoz, Extremadura, Kastilien-Leon, Aragon

Nachdem wir am zweiten Wochenende im März unser Vorzelt abgebaut, das Fahrerhaus gründlich geputzt und Kekse zum Abschied für unsere liebgewonnen Freunde gebacken haben…

…verwöhnte mich eine tolle Freundin, die ich erst in diesem Jahr kennengelernt habe, mit einem Aperol Spritz und Naschereien. Und sie schenkte mir zwei Bücher, die sie bereits gelesen hatte. Wie toll ist das denn? Zumal ich von dem Autor M. Tsokos auch schon ein paar Bücher gelesen habe. Vielen lieben Dank dafür, ich habe mich darüber sehr gefreut.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge haben wir uns von der Algarve verabschiedet. Das es am 10. März wieder weiter ging, neues zu sehen gibt, wir in Spanien wieder die Tapas Bars unsicher machen und die Herzlichkeit der Menschen dort genießen dürfen, darauf haben wir uns riesig gefreut. Portugal ist landschaftlich wirklich sehr schön. Wir lieben es an der Felsküste entlang zu laufen und auf den Atlantik zu schauen. Für uns persönlich ist die kulinarische Küche sehr einseitig und fad. Auch die Menschen hier finden wir persönlich zwar nett aber die Wärme und die Herzlichkeit, wie wir sie von anderen Ländern kennen, fehlt uns hier. Deswegen, sag niemals nie, aber voraussichtlich werden wir uns die nächsten Jahre nicht in Portugal und aber auch nicht in Spanien aufhalten. Den Abschied auf dem Platz finden wir schon etwas traurig, da wir einige Freunde, die wir ins Herz geschlossen haben, wahrscheinlich lange Zeit nicht mehr sehen werden. Wenigstens gibt es heutzutage einige Möglichkeiten weiterhin in Kontakt zu bleiben und das wiederum macht es sehr viel einfacher.
Ein Dankeschön geht an Renate (ich weiß, das Danke kommt bei dir an, da du gerne durch unsere Beiträge stöberst) das Stück Herrentorte, das wir zum Abschied noch von ihr bekommen hatten, haben wir am Nachmittag zur Kaffeezeit genossen.

Unsere erste Strecke war so um die 100km lang. Wir waren vor kurzem mit dem Motorrad auf Tour und nur kurz durch Loulè gefahren. Das was wir sahen war richtig toll und so beschlossen wir, uns Loulè näher anzusehen. Der Stellplatz ohne Versorgung, dafür mit Waschmöglichkeit, von dem man die Altstadt von Loulè zu Fuß erreichen kann war auf dem Lidl Parkplatz. Es gibt zwar extra einen kostenlosen Bereich für 5 Wohnmobile, doch gemütlich ist anders. Für Sightseeing oder zum Einkaufen ist er allerdings absolut ausreichend, zudem er auch noch kostenlos ist.
Da die Markthalle um 15 Uhr schließt waren wir erst am nächsten Tag in die Stadt gegangen und sind somit 2 Nächte hier gestanden.
Die erste Nacht war ganz gut und auch ruhig, abgesehen von der Festbeleuchtung die die ganze Nacht brannte, hatten wir eine gute Nacht. In der zweiten Nacht wurden wir aus dem Schlaf gerissen, da wohl ein paar Autoliebhaber zu viel Fast & Furious gesehen hatten.

Hier ein paar Eindrücke von Loulè:

Loulé ist eine Kreisstadt im Süden von Portugal an der Algarve, etwa 16 Kilometer nördlich von Faro gelegen.
Sie beeindruckt mit maurischer Architektur, historischem Flair und einem abwechslungsreichen Kulturangebot.
Die Stadt selbst ist ein Labyrinth aus gepflasterten Einkaufsgassen. Die Altstadt zeigt ein authentisches Portugal.

Die Igreja de São Clemente ist eine der ältesten Kirchen der Region und wurde im 13. Jahrhundert auf den Ruinen einer Moschee errichtet. Ihr imposanter Glockenturm, der einst als Wachturm diente, und das gotische Innere machen sie zu einem wichtigen kulturellen Ort in Loulé.

In der größten überdachten Markthalle (Mercado Municipal de Loulé) Südportugals, gibt es nicht nur Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Obst, Gemüse, Gewürze und Kräuter, sondern auch Kunsthandwerk und vieles mehr.

Die maurische Burg von Loulé ist eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Ein kleiner, versteckter Garten, der einen guten Ausblick über die Dächer von Loulé bietet, ist der Jardim dos Amuados. Der Name des Gartens bedeutet „Garten der Gekränkten“, was auf die melancholische Stimmung an diesem ruhigen Ort hinweist.

Der Baum Araucaria ist über 200 Jahre alt und überragt mit seinen 45 Metern alle Gebäude der Umgebung.

(Quelle: algarve-tourist-com und dinosontour.de)

Die Nossa Senhora da Conceição Hermitage.

Loulè ist eine tolle, sehenswerte Stadt. Nicht nur wegen ihrer Kultur und Geschichte, auch zum Bummeln, die Cafés genießen oder lecker etwas essen gut geeignet.

Unseren letzten Tag in Portugal verbrachten wir am Hafen von Vila Real de Santo António, direkt am Grenzfluss Portugal/Spanien.

Ein paar Eindrücke von der Stadt Vila Real de Santo António. Dem Hafen und dem ca. 4 km entferntem Praia das Amélias Modestas, zu dem wir einen schönen Spaziergang gemacht haben:

In der Region Huelva in Spanien kennen wir einen Supermarkt „Super Carmela“. Er hat ein paar sehr günstige Dinge, wie zum Beispiel Alex geliebtes Bier Cruzcampo. Die Dose für 0.46€ unschlagbar und wir haben es seither nirgendwo anders günstiger gefunden. Somit ist Alex mit seiner Ausbeute mehr als zufrieden 😂
Außerdem haben wir noch für 1.79.-€ pro Liter Diesel getankt. Das ist im Vergleich zu Deutschland verkraftbar.

In Monesterio/Badajoz gibt es schöne Wandermöglichkeiten. Der offizielle, kostenlose Stellplatz selbst ist nichts besonderes. Er ist am Ortsrand gelegen und soweit ok. Deswegen entschieden wir uns zwei Nächte dort zu bleiben, um noch eine ausgiebige Wanderung zu machen.
Der DIA Supermarkt hat um 18:00 Uhr nach seiner Siesta wieder geöffnet. Dort haben wir uns dann mit etwas zum picknicken für unsere Wanderung am Folgetag eingedeckt.

Ein paar Eindrücke unserer Wanderung in der Sierra de Aguafria: Schon im Sommer letzten Jahres fanden wir die Region Extremaura richtig schön, obwohl es heißt, dass es eine der ärmsten Regionen Spaniens sein soll. Doch die typische Landschaft der Extremadura mit sanften Hügeln, Eichenwäldern, Wiesen und den vielen Ibericoschweinchen ist unbeschreiblich schön. Vor allem jetzt nach der Regenzeit, wenn alles grünt und die Wiesenblumen, Bäume und Sträucher blühen.
Wir hatten abwechslungsreiche Wege und tolle Aussichten. Tierische Begegnungen und eine interessante Vegetation. Doch entweder ich bin absolut nicht mehr in Form oder einfach doch langsam zu alt. Auf jeden Fall war der Anstieg bis auf 1200 Höhenmeter doch ziemlich anstrengend.

Auf dem ersten Bild sieht man die Steinbank, sie ist als Gedenkstätte gewidmet, derjenigen, die dieses Berggebiet mit Arbeit und Sorgfalt ihr langes Leben lang gepflegt haben,  damit es von vielen Naturliebhabern genutzt und genossen werden kann.

Monesterios Astronomischer Aussichtspunkt.

Es heißt Monesterio ist das Tor zur südlichen Extremadura für jeden, der den Jakobsweg bereist und an diesem Ort ist der Treffpunkt des Jakobswegs und der Milchstraße, hier laufen diese beiden Wege zusammen.
Dieser Platz ist ein Aussichtspunktplatz für Liebhaber der Astronomie. Es heißt, dank der guten Sicht auf den Horizont und der geringen Lichtverschmutzung ist er der ideale Ort, ein öffentlicher Raum zum Ausruhen, Erholen und Betrachten des Nachthimmels, der Milchstraße und den zigtausenden Sternen.

In Los Santos de Maimona trafen wir bei einem Spaziergang auf das Kunstwerk El Capricho de Cotrina.
Der Architekt des Projekts war Francisco González Grajera, der 1988 mit dem Bau begann, um seiner jüngsten Tochter einen Wunsch zu erfüllen, die sich ein Landhaus „anders als die anderen“ wünschte.
Francisco verstarb 2016, ohne die Fertigstellung seines Werkes zu erleben; seine Kinder führten das Projekt fort. Heute ist es ein Museum, daß am Wochenende für jeden kostenfrei zugänglich ist. Schade das wir unter der Woche da waren, so haben wir es uns nur von außen anschauen können

(Quelle: Wikipedia)

Besichtigung von Cáceres in der Region Extremadura. Die historische Altstadt Barrio Monumental wurde 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
Sie gilt als eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Ensembles in Europa und besticht durch eine einzigartige Mischung aus römischer, maurischer, gotischer und Renaissance-Architektur.

Der Plaza Mayor mit dem Rathaus.
Der Weg durch die mittelalterliche Altstadt führt vorbei an beeindruckenden Palästen, Kirchen, kleinen Gassen und schönen kleinen Plätzen.

Bèjar ist eine Bergkleinstadt mit ca. 12000 Einwohnern in der Region Kastilien-Leon auf ca. 953 Meter Höhe.
Am Tag unserer Ankunft besichtigten wir die Altstadt von Béjar und am nächsten Tag in der entgegengesetzten Richtung die Stierkampfarena.

Ein Blick von der Stadtmauer auf die weißen Berge, den Stellplatz und das Restaurant im alten Bahnhofsgebäude.

Der Weg zur Altstadt war toll. Es geht durch den alten Zugtunnel durch.

Weiter geht es einen Pfad hoch in die Bergstadt.

Die kleinen Gassen und Geschäfte sind schön anzuschauen. Obwohl viele Gebäude von außen ziemlich vernachlässigt sind, zerfallen und traurig aussehen, ist die Stadt irgendwie faszinierend.

Am nächsten Tag dann ging es bist auf 1080 Meter hoch zur Stierkampfarena aus dem Jahr 1711. Der Hinweg ging ausschließlich bergauf. Ein Baum hat unseren Weg versperrt, doch Alex fand eine Lücke hindurch.

Man betritt die maximal etwa 10 m hohe steinerne Arena durch nur vier Eingangstore, die jedoch nicht immer allesamt geöffnet werden. Die runde Kampffläche hat einen Durchmesser von ca. 41 m; der Außendurchmesser des gesamten Bauwerks beträgt annähernd 75 m. Die ca. 3500 Personen fassenden und oberflächlich aus großen Kalksteinblöcken, aber auch aus Bruchsteinen zusammengesetzten Zuschauerränge wurden wohl erst später durch Holzpalisaden gegen das Ausbrechen der Stiere gesichert; die oberen Ränge waren teilweise überdacht. Der repräsentative dreigeschossige Eingangsbau mit Eintrittschaltern im Erdgeschoss und Zuschauerbalkonen in den Obergeschossen entstand erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

(Quelle:Wikipedia)

In Castrejón de Trabancos, einer kleinen Gemeinde mit ca. 171 Einwohnern, haben wir einen wunderschönen Stellplatz direkt am Río Trabancos gehabt.
Begrüßt wurden wir von einem kleinen Vierbeiner, immer wieder kam er vorbei um sich Streicheleinheiten abzuholen und als wir den Motor starteten um weiter zu fahren, kam er angerannt, hatte sich verabschiedet und ist wieder davon gegangen.
Den Platz hatten wir ganz alleine und konnten den Blick auf den Rio und die Sonne genießen. Wobei hier auf 736 Meter Höhe war es trotz der Sonne recht frisch und die Nachttemperaturen sanken bis auf um die 0°.
Das Dorf ist schnell erkundet. Wie üblich wird man, wenn man als „Fremde“ durch eine so kleine Gemeinde läuft immer angeschaut. Doch die Einwohner sind außergewöhnlich nett. Sie winken und grüßen schon von weitem. Man fühlt sich sofort willkommen und gerne unterstützen wir tolle kostenlose Stellplätze mit einem Besuch in einer Bar oder einem Restaurant. Hier gab es nicht viel Auswahl und als wir von den Gästen der einzigen Bar in diesem Ort, die draußen saßen begrüßt wurden und innen anfangs beäugt, kam auch schon mit einem breiten Grinsen die Besitzerin und hieß uns willkommen. Als wir unser Cerveza und unser Tapas mit nach draußen nahmen, machten uns die Leute gleich einen Tisch frei und unterhielten sich mit uns. Natürlich mit Händen und Füßen, da niemand wirklich die Sprache des anderen spricht. Die Welt ist klein, denn ein „Senior“ erzählte uns, dass er Bekannte hat, die in Ulm ein Restaurant führen. Ulm ist ca. 45 km von unserem Heimatort entfernt.

Zwei Nächte standen wir in Traspined/Valladolid.
Hier ein paar Eindrücke unserer Wanderung zum Mirador de la Atalaya. Auf knapp 900 Meter Höhe hatten wir doch tatsächlich Sandwege, fast wie am Strand 😉

In Berlanga de Duero waren wir 2024 schon einmal. Es ist ein kleines Dorf mit netten Einwohnern und einem Castello. Das haben wir uns bereits letztes Mal schon von innen angeschaut. Dieses Mal waren wir in der Umgebung wandern und haben die wunderschönen Gänsegeier beobachten können.

Almazan, eine aus dem Hauptort sowie mehreren Dörfern und Weilern bestehende Gemeinde mit ca. 5500 Einwohnern.

Wir hatten uns die Stadt nachmittags kurz angeschaut und sind nach dem Frühstück auch schon weiter gefahren.

Die letzten zwei Nächte haben wir auf einem Stellplatz etwas außerhalb von Saragossa verbracht. Natürlich sind wir auch einmal durch Zaragoza geschlendert. Zaragoza ist die Hauptstadt der Region Aragonien im Nordosten Spaniens. Sie ist mit knapp 700.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt in Spanien.

Die drei Wahrzeichen von Zaragoza:
Die Basílica de Nuestra Señora del Pilar, der Ebro und die Brücke Puente de Piedra.

Die barocke Basílica de Nuestra Señora del Pilar, eine berühmte Pilgerstätte mit einem Schrein der Jungfrau Maria und mehreren Kuppel. Sie ist das größte barocke Bauwerk Spaniens.

Hier noch einmal unsere Stellplätze die wir im März 2026 besucht hatten.

Wir reisen langsam. Manchmal nur ein paar wenige Kilometer. Je nach Platz bleiben wir zwischen ein und drei Nächten.

Manchmal sind richtig tolle Plätze dabei und manchmal sind sie nur funktional.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Rainer

    Hallo ihr Lieben, eine wunderschöne Tour war das. Tolle Eindrücke. Einiges für uns abgespeichert. Alles Liebe und eine gute Weiterfahrt. LG Rainer

    1. Iris und Alex

      Hallo Rainer,
      es war wirklich ein schöner März und hoffen nun auf einen genauso tollen April.
      Auch euch eine unfallfreie und gute Fahrt 🤗
      Liebe Grüße
      Iris und Alex

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