Figueira, Budens Portugal Februar 2026

Der Februar begann so, wie der Januar aufgehört hatte. Schlaflose Nächte aufgrund des Regens und des Sturmes. Tagsüber blieben wir hauptsächlich im Wohnmobil. Die nächsten Wohnmobilisten brachen ihren Urlaub vorzeitig ab und fuhren nach Hause oder hofften auf schöneres Wetter in Spanien. In der ersten Woche hatten wir etwas Abwechslung, denn wir fuhren zweimal zum Flughafen in Faro, um unsere Freunde, die wir bereits im Januar zum Flughafen hin gebracht hatten, wieder abzuholen. Am Dienstag hatten wir Glück, denn es regnete erst am Nachmittag, als wir fast wieder zurück am Stellplatz waren. Das unser Freund auch noch ein paar Lebensmittel brauchte, war für uns sehr praktisch. So konnten wir mal wieder entspannt einkaufen.

Der Donnerstag verlief etwas anders als gedacht. Zweimal wurde der Start von Deutschland nach Portugal unseres Freundes verschoben, bis er dann schlussendlich abgesagt wurde.
Am Abend bekamen wir dann noch die Nachricht, dass er am nächsten Tag gegen Mittag in Portugal ankommen soll.
Einen Tag später und mit etwas Verspätung landete er dann endlich in Faro. Den restlichen Tag verbrachten wir noch gemeinsam, gingen auf der Rückfahrt noch etwas shoppen, Essen und ließen den Abend in einer gemütlichen Bar ausklingen.

Mittlerweile beschäftigen wir uns schon mit unserer Weiterfahrt im März Richtung Deutschland. Wir möchten entspannt fahren, im Idealfall hier und da ein paar Tage bleiben und Mitte, Ende April bei Iris‘ Eltern ankommen. Bis Mitte Mai haben wir dann noch einige organisatorische Dinge zu erledigen, da wir uns dann für vier Wochen einen langersehnten, gemeinsamen Wunsch erfüllen, den wir seit über 20 Jahren immer wieder verschieben. Mit drei Kindern, Haus und was sonst noch so im normalen Alltag anfällt, hatte uns bisher nicht nur die Zeit, sondern auch die finanziellen Mittel dafür gefehlt und irgendwie hatten wir diesen Traum von uns schon abgehakt.
Doch jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem alles passt, die Gelegenheit möchten wir unbedingt nutzen und freuen uns jetzt schon umso mehr darauf.
Ihr müsst euch noch ein wenig gedulden, bevor wir euch darüber berichten.

Auch die ungefähre Route die wir voraussichtlich fahren werden gingen wir schon mal gemeinsam durch. Keine Ahnung was da auf uns zukommen wird, sind die Straßen bis dahin wieder alle passierbar, die aufgrund des Hochwassers und des Sturmes in Spanien zum Teil nicht befahrbar waren. Von Bekannten hört man, die guten Stellplätze, die nicht überschwemmten Plätze seien bereits übervoll, im März auch noch?
Wir haben uns gegen die Küste entschieden und möchten eher landeinwärts fahren.
Mittlerweile scheint die Sonne wieder seit ein paar Wochen, sowohl in Portugal als auch in Spanien und so hoffen wir ein paar schöne Plätze zu finden, an denen wir uns auch mal länger aufhalten können. Lassen wir es einfach auf uns zukommen.

Mitte Februar ist das Wetter endlich besser geworden. Die Sonne zeigte sich anfangs zwar noch sehr selten aber immerhin blieb es von oben trocken und man konnte sich wieder öfter draußen aufhalten und sitzen.
Die restlichen Tage im Februar schien die Sonne richtig schön und alle genießen sie in vollen Zügen.
Nur hin und wieder gab es zwischendurch ein paar Regenschauer.
Tatsächlich kommen einige, die vor kurzem nach Spanien ins schöne Wetter geflüchtet sind wieder zurück.
Und wir freuen uns einen Bekannten willkommen zu heißen, von dem wir nicht glaubten ihn überhaupt mal wieder zu sehen. Auch ist es für einige an der Zeit weiter zu reisen. Das man sich wahrscheinlich nie wieder sehen wird, bei dem Gedanken daran fällt der Abschied beim ein und anderen schon etwas schwerer.

Jetzt wo endlich die Sonne konstant scheint, können wir uns den wenigen Arbeiten widmen, die wir eigentlich vor hatten hier auf dem Platz zu erledigen. Nicht nur  das Versprechen, einem Freund  bei einer Reparatur an dessen Fahrzeug zu helfen einzulösen, sondern auch die Roststellen vom Fahrerhaus auszubessern war Alex ein großes Anliegen.

Ich hingegen machte quasi Frühjahrsputz. Die Schränke komplett ausräumen, putzen und wieder einräumen, sowie die Fenster putzen. Was wohl auch dringend notwendig war.

Langsam bereiten wir uns auf die Weiterfahrt am 10. März vor. Irgendwie freuen wir uns schon darauf mal wieder unterwegs zu sein und neues zu entdecken.

Natürlich nutzen wir die Zeit mit Freunden zusammen zu sitzen, etwas leckeres zu trinken, uns auszutauschen oder einfach nur über alles mögliche zu reden.
Am letzten Sonntag in diesem Monat wurden wir und unsere Freunde, die mittlerweile auf dem Platz leben, vom Platzwart und seiner Frau zum Essen eingeladen.
Es gab ein typisches portugiesisches Gericht, Kabeljau mit Kartoffelpüree im Ofen überbacken.
Als Alex nachfragte warum, war die Antwort: „weil wir gute Menschen seien!“ 🙂
Für uns immer noch sehr ungewohnt diese Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen.
Doch wir freuen uns immer wenn wir das private Leben der Einheimischen und ihre Kultur so persönlich kennenlernen dürften.

Hier ein paar Eindrücke der Unternehmungen für euch,  die wir im Februar machten:

Anfang Februar mussten wir uns trotz des schlechten Wetters mal etwas bewegen. Das lange rumsitzen und nix tun der letzten Wochen ging uns nicht nur auf´s Gemüt sondern auch unser Körper schreit nach Bewegung.

Da wir an unseren Strandabschnitt nicht trockenen Fußes kommen würden, da der Weg dorthin überschwemmt war, entschlossen wir uns für einen Strandabschnitt, den man auch mit dem Auto erreichen kann. Doch auch der Weg dorthin war nicht ganz so angenehm und so mussten wir hin und wieder doch aufpassen auf dem matschigem Boden nicht auszurutschen.

Angekommen am Praia Furnas wurden wir von einem komplett anderen Bild des Strandes überrascht. Denn wo normalerweise der Sand liegt befanden sich an diesem Tag viele Steine und das Wasser nahm viel Platz in den normalerweise so schönen Strand ein. Der Sand wurde quasi vom Wasser und den Wellen ins Meer gespült.

Auch in der Höhle, in der des Öfteren von Campern abends bei einem Lagerfeuer Musik gespielt wird, war der ganze Sand weggespült worden.

Als sich die Sonne dann wieder etwas öfter zeigte, besuchten wir unseren Lieblingsstrandabschnitt. 

Auch dort waren wir von seiner Veränderung überrascht.

Die Natur blüht auf, der Frühling kommt und die Tiere genießen auch die warmen Sonnenstrahlen. Nur zum Baden lädt der Atlantik noch nicht ein.

Mit unserer kleinen KTM haben wir diesen Monat auch mal wieder einen Ganztagesausflug gemacht und sind  nordöstlich von unserem Stellplatz gefahren. Durch die Felsalgarve bis ins grüne Hinterland. Die Region Loulè hat uns sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu der Region um Lagos, wo es sehr viele Eukalyptus und Kieferbäume gibt, findet man hier wunderschöne Korkeichenwälder. Der Blick auf die Serra do Caldeirão ist herrlich. Die Fahrt ging durch viele kleine Dörfer. In Loulè ging es durch die maurisch geprägte Altstadt und nach einer kleinen Lunchpause in Lagos dann wieder zurück nach Figueira, Budens.

Und natürlich haben wir auch am Platz die Sonne in vollen Zügen genossen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Andrea

    Das habt ihr mal wieder großartig gemacht!!! 😍

    1. Iris und Alex

      Hallo Andrea,
      vielen Dank für dein Kommentar.
      Liebe Grüße
      Iris und Alex

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