Gleich am 1. August hatten wir unseren TÜV Termin.
Die ganze Arbeit der letzten Woche hat sich ausgezahlt.
Ehemalige Schulfreunde treffen. Jeder von uns geht seinen Weg. Wir haben uns lange nicht gesehen. Mein Freund lebte jahrelang auf den Philippinen, meine Freundin seit Jahren in Norwegen und ich unterwegs in Europa. Doch wenn wir schon mal zufällig alle in unserer ehemaligen Heimat sind, dann müssen wir uns unbedingt spontan treffen.
Danke ihr Zwei, für den tollen Nachmittag.
In der ersten Augustwoche haben uns unsere ostfriesischen Freunde Kirsten und Rainer besucht.
Die Freude auf das Wiedersehen war auf beiden Seiten riesig und wir hatten mal wieder eine super schöne Zeit miteinander.
Allerdings blieb ein Spaziergang durch unser malerisches und artenreiches Naturschutzgebiet des Eselsburger Tal nicht aus. Direkt an der Brenz entlang liefen wir mit dem Blick auf die „Steinernen Jungfrauen“, den Hangwäldern und Wacholderweiden. Der Sage zufolge heißt es, dass auf der einstigen Eselsburg ein stolzes Burgfräulein lebte, das alle Heiratskandidaten abwies. Als sie älter wurde und keine Freier mehr kamen, entwickelte sie einen großen Hass auf Männer. Sie verbot ihren beiden Mägden jeglichen Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Als sie die Mädchen jedoch dabei erwischte, wie diese heimlich mit jungen Fischern sprachen, verwandelte die Burgherrin sie im Zorn zu Stein uns so entstanden unsere zwei steinernen Jungfrauen.
Im Tal selbst gab es für uns dann die wohlverdiente Erfrischung in der Talschenke.
Zum Abschluß luden die Beiden uns noch zum Essen ein. Vielen lieben Dank dafür 🙂
Das letzte Treffen mit unseren Kids, Alex mum und Bruder war am zweiten Augustwochenende.
Obwohl wir doch tatsächlich vier Monate in der Heimat waren, verging die Zeit rasend schnell.
Wie jedesmal fällt mir der Abschied von Familie und Freunde sehr schwer, vor allem von unseren Kindern. Doch die Vorfreude auf die Weiterfahrt und neue Abenteuer ist auch groß.
Im September möchten wir Richtung Italien starten. WENNE ist seit Anfang August startklar und wartet nur noch darauf wieder auf die Straße zu dürfen.
Auch Alex wird langsam ungeduldig, möchte sich momentan mit keinen weiteren Arbeiten an WENNE beschäftigen und einfach losfahren. So fiel die Entscheidung weitere Ideen und Umbauten an WENNE bis auf weiteres zu verschieben und bis September noch ein bisschen durch Deutschland zu reisen.
Wir entschieden uns dazu noch ein paar Freunde zu besuchen und so war unser erstes Ziel in Mosbach im Neckar Odenwaldkreis, bei einem sehr lieben Pärchen, dass wir 2025/26 in Portugal während unseres Winteraufenthaltes kennenlernen durften.
Doch zu allererst ging es mit WENNE auf die Waage!
Zum Vergleich als wir 2023 gestartet sind hat sich durch Umbauten und mehr Inventar doch ein Unterschied ergeben. 2023 waren wir 6480 kg schwer und dieses mal, 2026 waren es 7070 kg.
Angekommen an dem schönen kostenlosen Stellplatz in Mosbach kamen unsere Freunde uns gleich besuchen. Später nahmen sie uns mit zu sich nach Hause, wo wir noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden. Am Abend spazierten wir den knapp 2 km langen Weg zum Stellplatz zurück. Es war sehr heiß und wir beschlossen die Hitze mit einem Kneipp-Bad erträglicher zu machen.
Lange saßen wir noch im Park bevor wir nach Hause zu WENNE gingen.
Am nächsten Morgen holte uns unser Freund zum Frühstück ab und wir verbrachten den ganzen Tag miteinander. Nach dem Frühstück gab es eine interessante Stadtführung.
Mosbach liegt an den südlichen Ausläufern des baden-württembergischen Odenwaldes an der Grenze zum Bauland im Tal der Elz, eines rechten Nebenflusses des Neckars.
Eine Besichtigung der Altstadt, mit seinen sehenswerten Fachwerkhäuser und das mediterrane Flair ist sehr zu empfehlen.
Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist das Alte Hospital. Es stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und diente weniger der Unterbringung von Kranken, sondern als Anstalt für Hilfsbedürftige, Arme und Alte.
Heute wird es ein kulturelles Zentrum und Stadtmuseum mit regionalen Keramik- und Fayencen Ausstellungen.
Das Elektrizitätswerk erinnert eher an einen Leuchtturm oder eine Burg. Seit 1891 wurde die damals noch junge Technik der Stromerzeugung genutzt.
Im 20. Jahrhundert wurden tiefgreifende Umbauten vorgenommen und heute dient die historische Anlage als Hauptsitz und Geschäftsstelle der Stadtwerke Mosbach GmbH.
Das Haus Kickelhain ist eines der kleinsten freistehenden Fachwerkhäuser Deutschlands, mit 26qm Grundfläche und 52qm Wohnfläche auf drei Etagen verteilt. Es vermittelt die beengten Lebensverhältnisse des 18. und 19. Jahrhunderts und ist heute Teil des Städtischen Museums.
Früher floss der Kandelbach frei durch die Stadt und trieb Mühlen an.
In den 1930er Jahren wurde der Bach zur Kanalisierung unter die Erde verlegt.
Doch im Laufe der Altstadtsanierung hat man den Bachlauf an dieser Stelle durch den offenen Brunnen wieder sichtbar gemacht.
Das Wasser ist zur Abkühlung bei diesen Temperaturen um 30° wirklich sehr erfrischend.
Manche nutzen das wirklich sehr kühle Wasser auch als Kühlschrank für Bier und Maultaschen. Warum auch nicht 😉
Der Kandelbach speist noch einen weiteren Brunnen, den Kiwwelschisserbrunnen.
Er erinnert an die Zeit, als das Mosbacher Stadtvolk seine Notdurft in Kübel (= Kiwwel) verrichtete und diesen zu gegebener Zeit auf die Felder ausbrachte.
Das Palm’sche Haus befindet sich direkt am Marktplatz. Es gilt als das prächtigste Fachwerkgebäude der Stadt. Laut einer Inschrift wurde es im Jahr 1610 für wurde es vom Baumeister Abraham Lenger für Johann Schragmüller, den wohlhabenden Burgvogt von Lohrbach und stellvertretenden Kurfürsten erbaut und blieb lange im Besitz dieser einflussreichen Beamtenfamilie.
Seinen heutigen Namen verdankt das Gebäude dem Kaufmann Anton Palm, der Ende des 19. Jahrhunderts in Mosbach einheiratete und das Haus später erwarb.
Von 1981 bis 1982 erfolgen umfassende Restaurierungsarbeiten.
Heute befinden sich im Erdgeschoss gewerbliche Flächen bzw. Geschäfte. In den Obergeschossen unter anderem Büros oder Räume, die von der Stadtverwaltung Mosbach genutzt werden.
Die Stiftskirche entstand auf dem Gelände eines Benediktinerklosters aus dem Jahr 976.
Der heutige Bau wurde ab dem 14. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichtet.
Außerdem ist diese Kirche eine Simultankirche. Das bedeutet es gibt einen evangelischen, sowie einen katholischen Teil.
Im Jahr 1708 ordnete der Kurfürst die bauliche Trennung an. Eine feste Trennwand spaltet das Gebäude seither in zwei separate Bereiche.
Doch zum 300-jährigen Jubiläum wurde 2008 eine verbindende Tür in die Mauer eingebaut.
Leider war uns nur die Besichtigung des katholischen Teils gewährt.
Zur Kaffeezeit waren wir wieder bei ihnen zu Hause. Da keiner so wirklich Hunger hatte entschieden wir uns für ein gemeinsames Vesper und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Mit lauter Leckereien in der Tasche wurden wir wieder an den Stellplatz zurück gefahren.
Vielen lieben Dank euch Beiden für die schöne Zeit mit euch. Wir haben uns sehr gefreut und das gemeinsame Wochenende genossen. Schön, dass wir uns kennen gelernt haben.
Den Sonntag starteten wir mit einem gemütlichem Frühstück im Wohnmobil und machten einen Spaziergang in den naheliegenden Wald und konnten uns so Mosbach mal von oben anschauen.
Bei der Rücktour machten wir noch einen langen Stopp an der Kneippanlage im Stadtpark.
Den restlichen Tag verbrachten wir entspannt am Wohnmobilstellplatz.
Nachdem unsere Freunde am Montag Vormittag extra noch einmal auf den Stellplatz kamen, um uns zu verabschieden, ging es dann zu meiner Tante und meinem Onkel, die nur ca. 30 km entfernt wohnen. Nach einem schönen gemeinsamen Montag und einem leckeren gemeinsamen Frühstück am nächsten Tag, fuhren wir weiter Richtung Bad Arolsen, um dort unsere Freundin Renate zu besuchen.
Es war ein Überraschungsbesuch der uns durchaus gelungen ist. Renate hat sich über unser Wiedersehen genauso sehr gefreut wie wir uns. Wir blieben zwei Nächte auf einem Camperplatz in der Nähe und verbrachten mal wieder eine richtig tolle Zeit zusammen.
Am letzten Wochenende im August gab es unseren letzten Überraschungsbesuch bei Freunden, die wir auf unserer Namibia Reise kennenlernen durften. Wir hatten sowieso vor unsere beiden Selbstfahrer aus Namibia zu besuchen. Doch bevor wir einen geeigneten Zeitpunkt dafür hatten, erfuhr ich zufällig von einem anderen Pärchen (auch eine tolle Freundschaft aus Namibia), die wir eigentlich ebenfalls besuchen wollten, dass sie am letzten Wochenende im August zu Britta und Andi fahren. Für Andi sollte es eine Überraschung werden das Katrin und Jörg zu Besuch kommen und da dachten wir spontan daran, dass wir vielleicht auch Andi und die beiden anderen überraschen könnten. Also nahmen wir kurzerhand Kontakt mit Britta auf und tatsächlich war auch sie begeistert und freute sich über diese Idee.
Doch bevor es soweit war lag noch eine knappe Woche dazwischen, die wir in der Umgebung verbrachten.
Erster Stopp nur eine Übernachtung in Katlenburg- Lindau in Niedersachsen.
Weiter ging’s nach Oschersleben, Sachsen-Anhalt. Hier blieben wir zwei Nächte.
Der Platz war nichts besonderes. Viel zu hohe Kosten für Wasser und nur einen kleinen Mülleimer. Aber es gab eine tolle Möglichkeit zum spazieren gehen. Leider war es sehr windig, etwas frisch und ab und zu kam es nass von oben.
Hier trafen wir auf sehr ignorante Mitcamper. Der Platz ist eigentlich für 8 Wohnmobile gedacht. Gegenüber ist ein riesiger öffentlicher Parkplatz und trotzdem gab es viel Kuschelkontakt, da so mancher Wohnmobilist meinte sich noch in die kleinen Lücken dazwischen zu stellen, sodass es für den ein und anderen schwierig war die Tür zu öffnen. Warum stellen die sich nicht auf den großen Parkplatz gegenüber, niemand hätte etwas dagegen, wenn man nur übernachtet. Außerdem kam so mancher mitten in der Nacht, was sicherlich nicht jeder so toll findet, wenn man dann auch noch ewig rangiert und lauthals Stützen, Keile oder sonstiges aufbaut.
Unverständnis unsererseits gibt es dann, wenn man seinen Müll verzweifelt versucht in den übervollen Mülleimer zu drücken oder schlussendlich einfach nebenhin legt. Im Zweifelsfall muss ich meinen Müll einfach wieder mitnehmen.
Am nächsten Stellplatz wurde von der Gemeinde sowohl das Frischwasser als auch der Strom kostenfrei angeboten. Außer Altglas gab es keine weitere Möglichkeit seinen Müll zu entsorgen. Bis wir allerdings auf diesem Stellplatz, der ursprünglichen nur knapp eine Stunde entfernt war, ankamen, vergingen fast zwei Stunden. Wir mussten immer wieder Umleitungen aufgrund gesperrter Straßen wegen Baustellen fahren.
Schlussendlich war der Platz zwar am Ortseingang des Dorfes und doch gefühlt im Nirgendwo zwischen Bauern und Felder. Genau das richtige für uns und so machten wir uns auf einen ca. 10 km langen Spaziergang…
Am nächsten Tag war unser erstes Ziel eine Möglichkeit zum Waschen unserer Wäsche. In Braunschweig neben ein paar Einkaufsmöglichkeiten fanden wir einen. Er hat super sauber gewaschen und getrocknet. Solche Plätze sind für uns ideal, da es meist gute Parkmöglichkeiten gibt und wir auch gleich Lebensmittel einkaufen können.
Unseren Übernachtungsplatz fanden wir dann Nähe Celle.
Dort blieben wir zwei Nächte.
Am Donnerstag ging es dann schon in die Nähe unserer Freunde, damit wir es am Freitag nicht mehr so weit zu fahren haben und den Vormittag entspannt beginnen können.
Der Stellplatz war klasse! Die Stadt Rodewald hat uns sehr gut gefallen und man kann herrlich spazieren gehen. Auf der Streuobstwiese darf man das Obst pflücken und es schmeckt lecker!
Am Stellplatz selber gibt es viel Wiese und Bänke um die Zeit gemütlich zu verbringen.
In Namibia haben wir uns mit zwei Pärchen angefreundet. Der Zufall wollte es so, dass wir uns alle bei Andi und Britta in Niedersachsen trafen.
Für Andi war unser, als auch der Besuch von den anderen eine Überraschung, die absolut gelungen war.
Wir reisten schon an einem Freitag an und wurden herzlich von den Beiden begrüßt und verbrachten den restlichen Tag miteinander. Mit WENNE konnten wir bei ihnen auf dem Hof übernachten.
Und da Andi selbständig ist und nichts von unserem Besuch wusste, hatte er den Freitag und den Samstag natürlich anders geplant.
Wir wurden dann am Samstag Vormittag auch gleich mal mit eingespannt. Uns hat es riesigen Spaß gemacht und er war dadurch mit seiner Arbeit schneller fertig. Genau zum richtigen Zeitpunkt für seinen zweiten Überraschungsbesuch.
Er hat sich riesig gefreut.
Das war so schön, alle wieder zu treffen und in die Arme schließen zu können.
Gemeinsam verbrachten wir einen wunderschönen Samstag und einem mit viel reden, Kaffee und Kuchen, Grillen am Abend und gemütliches Zusammensein bei Wein, Bier und Amarula.
Am Sonntag gab es nach einem gemeinsamen leckeren Frühstück einen Dorfflohmarkt. Während wir Frauen also durch das Dorf von Haus zu Haus schlenderten hatten unsere Männer sich auf den Weg gemacht um Blaubeeren zu sammeln. Dann war es leider schon wieder soweit und Katrin und Jörg mussten sich verabschieden.
Wir selbst blieben noch ein Weilchen länger und verbrachten den Montag zusammen mit unseren Freunden. Nach getaner Arbeit entführten uns die Zwei in die Lüneburger Heide. Ein herrliches Farbenspiel und ein toller Wanderweg. Leider hat es nach der Einkehr geregnet und wir sind pitschnass nach Hause gekommen.
Ein herzliches Dankeschön geht an unsere beiden Freunde Jörg und Katrin für das kleine Kehrpacket. Was für eine tolle Idee!
Auch an Britta und Andi geht ein großes Dankeschön, für die tollen gemeinsamen Tage und den Einblick in euren Alltag, für die Verpflegung, das Wäschewaschen, den tollen Ausflug in die Heide und dem Angebot bei euch auf dem Hof stehen zu dürfen. Es war so toll euch Vier wieder zu sehen. Danke für die gemeinsame Zeit mit euch!