27.07.-02.08.2025 Schweden/WestKüste, Deutschland Bremen, Ostfriesland

Als wir am Anfang unserer Schwedenreise waren hatten wir eine Nachricht von einem Freund bekommen, den wir auf unserer Motorradreise 2023 in Marokko kennengelernt hatten. Er hatte uns zu sich eingeladen. Da wir wieder von Schweden aus die Fähre nach Deutschland nehmen werden und dann sowieso in die Region wo er lebt kommen werden, verabredeten wir uns erst am Ende unserer Skandinavientour.
Am Samstag sind wir auf der Insel Björkö angekommen. Zu dem Zeitpunkt warteten wir noch auf eine Antwort von unserem Freund Mosko, denn wir wussten bis dahin nicht wo genau er wohnt und mussten uns für eine Richtung und einen Schlafplatz entscheiden. Wie es der Zufall will lebt er aktuell auf seinem Boot zwei Inseln und 20 min. Bootsfahrt von unserem Platz auf Björkö entfernt.
Das war sehr praktisch, denn so konnten wir mit WENNE auf dem Stellplatz direkt am Hafen stehenbleiben und er holte uns am Sonntag um 10 Uhr mit seinem Boot ab um uns die Gegend, sowie vom Boot als auch auf Land zu zeigen in der er lebt. 
Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß und
wir hatten einen unglaublich schönen Tag zusammen.

Björkö ist die Insel auf der wir aktuell stehen.  Sie ist eine Insel im Mälaren ungefähr 30 Kilometer westlich von Stockholm. Sie hat heute eine Fläche von ca. 420 ha. Als der Mälaren in der Wikingerzeit noch eine Bucht der Ostsee war, war sie bedeutend kleiner. Aufgrund postglazialer Landhebung hat sich das Land seither um etwa fünf Meter gehoben, so ist der südliche Teil der Insel keine eigenständige Insel mehr. Dieser Teil besteht heute hauptsächlich aus Felsen und unbebauter Moräne. Auf dem höchsten Berg befinden sich noch Felsen aus der Bronzezeit.

Die erste Insel auf die Mosko mit uns ansteuerte war die Insel Hönö auf der er lebt. Dort holten wir allerdings nur einen Freund ab der uns dann zur Insel Vinga brachte.

Vinga ist die westlichste, am weitesten im Meer liegende Insel des Göteborger Schärengartens.
Sie ist ca. 1000 Meter lang und 500 Meter breit.

Von 1890 bis 1905 lebte der später als bedeutender Autor und Komponist bekannt gewordene Evert Taube als Sohn eines Leuchtturmwärters auf Vinga. In dieser Zeit lebten auf Vinga etwa 40 Menschen.
Heute kommen die Leute nur noch zum Arbeiten auf die Insel. Somit ist sie nur im Sommer belebt.

Der 29 Meter hohe Leuchtturm Vinga Fry, wurde im Jahre 1841 erbaut. Sein grauer, quadratische Turm besteht aus Granitsteinen.
Daneben steht eine pyramidenförmige, rote Bake seit 1857 die die Insel Vinga unverkennbar macht.

Weiter ging die Bootsfahrt wieder zurück zur Insel Hönö.

Alex durfte auch mal ans Steuer.

Wir schauten uns auf der Insel um, auf der unser lieber Freund wohnt. Bevor er uns dann wieder zurück zu WENNE brachte, trafen wir noch ein paar Freunde von ihm und er lud uns auf ein Bier ein.

Mit ihren 3,38km² ist Hönö die grösste Insel in der Schärenlandschaft von Göteborg und liegt direkt nördlich von Göteborg.

Ein herzliches Dankeschön für den wundervollen Tag geht an unseren Freund Mosko. Er ist wirklich ein sehr netter und lieber Zeitgenosse. Wir mögen ihn gern.

Am nächsten Morgen ging es für uns fast 8 Std. von der Insel Björkö bis nach Trelleborg. Ca. 1/2 Std. vom Fährhafen entfernt standen wir auf einem kleinen Parkplatz. Um 6 Uhr am nächsten Morgen klingelte der Wecker. Drei Stunden vor dem Start sollte man am Fährhafen sein.

Schlussendlich hatten wir aufgrund eines technischen Defektes eine Stunde Verspätung. Das Einfahren auf die Fähre fanden wir sehr chaotisch. Man hatte das Gefühl es fehlt ein bisschen die Koordination. Nachdem sie uns erst auf die eine Line schickten, riefen sie uns zurück und wir mussten in der Fähre erst wieder rückwärts fahren, damit wir dann auf die andere Line konnten.

Bei 8 Std. Fahrt hatten wir uns entschieden ein Beef Burger im Vorfeld mit zu buchen. Nachtisch musste dann aber auch noch sein 😉

Als der Kapitän uns begrüßte entschuldigte er sich schon mal für eine evtl. holprige Fahrt, aufgrund des Windes und der Wellen.
Um kurz nach 20 Uhr konnten wir die Fähre verlassen und haben uns bei Lübeck einen Platz für die Nacht gesucht. Der große offizielle Stellplatz am City Center war wieder erwarten mehr als voll. Also reihten wir uns im Industriegebiet hinter den Brummifahrern am Straßenrand ein.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt erstmal weiter zu DEKRA zwecks Gasprüfung. Doch der Herr der dafür zuständig war, erklärte uns, dass wir keine Prüfung bekommen da der Druckminder seit über 10 Jahren abgelaufen sei.

Ca. 15 km entfernt gab es einen Händler, bei dem wir einen aktuellen Druckminder bekommen haben. Dank gesperrte Straßen und Umleitungen dauerte die Fahrt viel länger. In der Nähe des Campingausrüsters gab es einen andere Möglichkeit unsere Gasprüfung durchführen zu lassen. Kurzerhand haben wir bei dieser Prüfstelle angerufen, unser Anliegen erklärt und für 3 Stunden später hatten wir einen Termin bekommen.

In der Zwischenzeit baute Alex den neuen Druckminder ein. Im nahegelegenen Supermarkt gingen wir noch einkaufen und haben noch was gegessen bevor wir um 14 Uhr unseren Termin zur Gasprüfung wahrnahmen.
Der nette Herr von der Kfz Prüfstelle meinte auch bei ihm bestehen wir die Gasprüfung nicht, da der Anschlussschlauch um 20 cm zu lang ist🤦🏽‍♀️
Wir einigten uns, dass er aber die komplette Prüfung fertig macht, damit wir nicht noch mehr Problem haben und am Schluss gehen wir nochmal zu dem Campingausrüster in der Nähe, um den korrekten Anschlussschlauch zu besorgen. Gesagt getan. Nachdem Alex dann auch den Schlauch ausgetauscht hatte, bekamen wir dann endlich unsere Plakette.

Unseren Schlafplatz für diese Nacht hatten wir an einem ruhigen offiziellem Stellplatz in einem kleinen Dorf in Niedersachsen.

Nach Delmenhorst ging es am nächsten Morgen weiter. Dort waren wir mit Freunden verabredet.
Sie holten uns mit ihrem Auto ab und gemeinsam verbrachten wir den Tag bei ihnen Zuhause. Erst wurden wir mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und bevor wir den Abend gemütlich haben ausklingen lassen, wurde noch gegrillt.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder abgeholt. Susanne und Micha haben uns durch Bremen geführt. Und zwar an die Orte, die wir beim letzten Besuch nicht gesehen haben. Die Beiden erzählten uns einige interessante Geschichten über Bremen und die verschiedenen Stadtviertel.

Wir besuchten unter anderem Bremens Schnoorviertel.
Der Begriff„Schnoor“ stammt aus dem plattdeutschen Wort „Snoor“. Er bedeutet Schnur. Das Viertel wurde so benannt, weil die kleinen Häuser so eng aneinandergereiht stehen wie Perlen auf einer Schnur. Es ist das älteste Viertel in Bremen in dem früher Flussfischer und Schiffer wohnten.
Die sehr engen Gassen, die vielen kleinen Geschäfte und netten Restaurants waren wirklich schön anzuschauen.

Das Bremer Hochzeitshaus ist mehrere hundert Jahre alt und wohl eines der kleinsten Hotels. 

Die Geschichte des Hochzeithotels stammt aus dem Mittelalter und ist nicht unbedingt typisch für Bremen.

Damals gab es, wie in vielen großen Städten auch, solche Hochzeitshäuser. Wenn heiratswillige Paare in dem Dom heiraten wollten, mussten sie nachweisen, daß sie sich in Bremen eine Wohnung leisten konnten. Gerade für die jungen Leute vom Dorf war dieses schwierig. Sie konnten sich in dieses sogenannten Hochzeitshäusern für kurze Zeit einmieten und hatten so ihren Wohnungsnachweis. Und weil die Wohnungen in der Innenstadt oftmals sehr eng waren, wurden in diesem Hochzeitshaus nicht nur Wohnungen vermietet, sondern auch die Räume für Hochzeitsfeiern angeboten. 

In der Bonbon Manufaktur kann man zusehen wie man die Leckereien herstellt. Man darf auch mal kosten und wie durften uns ein Glas Bonbons aussuchen die wir von Susanne und Micha geschenkt bekamen.
Wir entschieden uns für den Happy hour Mix mit verschiedenen Sorten. Vielen lieben Dank euch beiden dafür.

Vorbei am Weihnachts-Träume Laden ging es zum Mittagessen in einen Suppenimbiss. Günstig, hausgemacht und wahnsinnig lecker.

Auch interessant das alte, authentische Viertel.
Die Sielwall ist eine historische Straße in Bremen an der Grenze der Stadtteile Bremen-Mitte, Ortsteil Ostertor und der östlichen Vorstadt.
Hier gibt es noch richtig schöne kleine Einkaufsgeschäfte mit Qualitätsware. Es hat Spaß gemacht daran vorbei zu schlendern.

In den 1980er und 1990er Jahren war die Sielwallkreuzung der Ort der Drogenszene. 
An der Kreuzung kommt es heute noch immer wieder zu Silvesterkrawallen unter Einsatz größerer Polizeiaufgebote. Außerdem sind auch die Ultras bei Fußballspielen regelmäßig auf Krawall aus.

Auf der Schlachte haben wir eine Pause eingelegt.

Danach ging es langsam wieder zu unseren Freunden nach Hause. Bevor wir den Abend mit einem Spiel gemütlich ausklingen ließen, gab es noch ein leckeres Abendbrot.

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere beiden Freunde. Wir hatten zwei wirklich tolle Tage.
Vielen lieben Dank dafür, dass ihr uns trotz Baustellen und Umleitungen jeden Morgen abgeholt und abends wieder zurück zu unserem Stellplatz gebracht habt.

Vielen lieben Dank für die interessante Stadtführung, für den schönen Grill- und Spieleabend und die tolle Zeit mit euch. Schön, dass wir uns damals in Gibraltar kennen gelernt haben. Und noch schöner, wenn wir uns irgendwann man irgendwo wieder treffen würden.

In Ihlow Ostfriesland haben wir uns mit Freunden verabredet, die wir in Portugal kennengelernt hatten. Sie haben hier vor ihrem Vollzeit Wohnmobilleben viele Jahre gewohnt. Und Rainer ist ein waschechter Ostfriese von dieser Gegend.
Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten riesig.

Nach einem Begrüßungstrunk (12:30) gab es erstmal viel zu erzählen.

Später zeigten uns die Beiden ihr ehemaliges Zuhause. Danach ging es zum Ihlower Kloster.
Kloster Ihlow wurde im Jahr 1228 gegründet.
Die Ausmaße der Kirche sind gewaltig: fast 68 Meter lang und im Querhaus rund 35 Meter breit.
Der Sakralbau im Stil der Backsteingotik ist damals das größte Gotteshaus zwischen Bremen und Groningen.
Im Zuge der Reformation wurde 1529 das Kloster Ihlow aufgelöst und die Kirche zerstört. Die anderen Gebäude werden seitdem als herrschaftliches Jagdanwesen genutzt. Im 18. Jahrhundert werden diese ebenfalls abgerissen. Auf der Klosterstätte wird dann ein Jagdschloss der ostfriesischen Fürsten errichtet.

 Es wurde ein Aussichtspunkt aus Stahl und Holz errichtet. Soweit wir es mitbekommen haben, müsste er an dem Ort erbaut worden sein, wo einst der Klosterturm stand. 

In den rekonstruierten Pfeilern wurden zur Erinnerung Steine der verschiedenen ostfriesischen Kloster eingemauert.

Im Klosterstätte Museum „Stille Räume Ihlow“
kann man zahlreiche Ausgrabungsfunde der vergangenen Jahre begutachten.
Von der Mittelalter-Archäologie über die in Glas eingefassten Backsteingrab bis zu den Relikten weiterer untergegangener ostfriesischer Klöster.
Seit 2008 gibt es die Ausstellung im Raum der Spurensuche. Hier kann man die historische und spirituelle Dimension des Ihlow-Klosters erleben.

Ein original Steinhaufen des alten Klosters mit originalem Fußabdruck eines Hundes. Bei den Ausgrabungen wurde dieses Skelett eines Hundes gefunden, vermutlich könnte es sich um seinen Fußabdruck handeln. 

Sie luden uns ein zum Fischbrötchen essen.
Noch nie haben wir so leckere Fischbrötchen gegessen.

Unser letzter Stopp war beim Upstalboom.
Der Upstalsboom war während der Zeit der Friesischen Freiheit im 13. und 14. Jahrhundert die Versammlungsstätte der Abgesandten der friesischen Landesgemeinden, der Sieben Seelande, westlich der heutigen Stadt Aurich. Sie regelten dort das Zusammenleben innerhalb der Landesgemeinden und vertraten den Bund politisch nach außen. Seit 1833 erinnert eine Steinpyramide an diese Zusammenkünfte. In der Zeit des Nationalsozialismus sollte das Gelände zu einem Thingplatz umgestaltet werden. Diese Pläne kamen aber nicht mehr zur Ausführung, so dass das Aussehen des Geländes seit 1879 weitgehend unverändert ist.
(Quelle: Wikipedia)
Man sagt das es der Ort der Entstehung Ostfrieslands sei.

Eine ruhige Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz nahe dem Ihlower Meer, wo es zum Abendessen Pizza gab.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Kirsten und Rainer

    Wir haben uns wirklich riesig über unser Wiedersehen gefreut und der 🐞 lässt uns immer noch weinen ….. ihr seid wahre Schätze und die (leider) kurze Zeit mit euch Herzensmenschen war einfach wunderschön!
    Passt auf euch auf und bis bald mit T3 😘
    Wir haben euch fest in unseren Herzen ❣️

    1. Iris und Alex

      Ihr Lieben,
      Vielen Dank für eure lieben Worte❤️
      auch wir haben uns riesig gefreut und die Zeit mit euch sehr genossen.
      Danke für ALLES❣️
      Ihr werdet immer in unserem Herzen sein 😘
      Bis bald 👋🏽
      Iris & Alex

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