Am Sonntag fanden wir einen herrlichen Platz zum Mittagessen und haben mit einem älterem Paar aus der Nähe unserer Heimat ein nettes Gespräch gehabt.
Erst am Abend gegen 20 Uhr haben wir uns einen Schlafplatz gesucht.
Anfang der Woche sind wir dann bei meiner Freundin angekommen.
Nach der herzlichen Begrüßung und Käsespätzle 😍zum Abendessen ging es gemeinsam noch ans Meer zum Angeln.
Endlich hat Alex seine ersten Fische gefangen. Martin hat ihm noch Vorort gezeigt wie man sie ausnimmt und Zuhause, wie man sie weiterverarbeitet. Über Nacht durften die ausgenommenen Makrelen in Salzwasser baden und wurden vor dem Essen geräuchert.
Ich hingegen habe mit meiner Freundin und ihrem Sohnemann Krabben geangelt. An einer Miniangel wird etwas zum anlocken angebracht. Bei uns war es Schinken. Sie werden in einem Eimer mit Salzwasser gesammelt und dann wieder frei gelassen.
Discgolf ist ein Frisbeesportspiel, bei dem versucht wird, mit möglichst wenigen Würfen in den Frisbees Korb zu treffen. Ähnlich wie beim Golfen
gibt es einen Parcour mit verschiedenen Bahnen, wobei die Länge der verschiedenen Bahnen je nach Schwierigkeitsgrad variiert. Das kann zwischen 40 und 250 Meter sein.
Hier in Norwegen findet man viele dieser Discgolf Bahnen. Diese darf man kostenfrei nutzen. Man braucht lediglich seine eigenen Frisbeescheiben und los geht’s.
Zum kurzen Zeitvertreib hatten wir auch mal unseren Spaß.
Am nächsten Tag mussten unsere Freunde leider arbeiten. Mit den Kindern der Beiden sind wir dann zum nahegelegenen Strand gelaufen.
Was für ein schöner Weg dorthin.
Alle hatten sichtlich Spaß.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen verbrachten wir die Zeit zusammen. Wir durften unsere Wäsche waschen, Duschen und unsere Wasservorräte auffüllen.
Nach 2 Nächten trieb es uns weiter.
Vielen lieben Dank für die schöne Zeit bei euch!
Ende der Woche sind wir wieder in Schweden, Höhe Göteborg angekommen.
Wir nutzten die kostenfreie Fähre, um auf der Insel Björkö für 2 Tage auf einem zwar kostenpflichtigen aber schönen Stellplatz zu stehen und vor allem sicheren Stellplatz zu stehen.
Wir nutzen gerne die Park4night App oder schauen auch mal auf GoogleMaps nach Park- oder Stellplätzen. In der Umgebung von Göteborg standen in zu vielen Rezessionen, dass das Wohnmobil, zu Teil auch auf kostenpflichtige Plätze, aufgebrochen und ausgeraubt wurde. Darauf haben wir keine Lust. Auf der Insel und dem Stellplatz fühlen wir uns aber sicher.
Persönlichen Eindrücke von Norwegen:
Wie war für uns die Reise nach Norwegen?
Man hört und liest so viel über die Lofoten, doch sind sie für uns persönlich wirklich so viel schöner als der Rest von Norwegen?
Ja, die Landschaft ist wunderschön. Die Berge, die Fjorde, die kleinen Dörfer und die tolle Aussicht sind wirklich richtig schön. Doch das können wir auch von Rest in Norwegen behaupten. Auch wenn sich das Landschaftsbild durchaus verändert, war es für uns persönlich fast überall auf unsrer Route, von Andenes bis in den Süden schön. Es gibt viele Wandermöglichkeiten, doch bei den frischen Temperaturen, dem Wind und dem Regen, macht es uns persönlich einfach keinen Spaß und so haben wir vielleicht, den einen oder anderen schönen Ort verpasst, doch darauf kommt es uns nicht an. Wir müssen uns wohlfühlen uns nicht verbiegen. Außerdem sind wir nicht auf Sightseeing aus. Wir hören uns lieber von den Einheimischen oder den Auswanderern ihre persönlichen Geschichten aus ihrem Leben an.
Als wir die Polarregion wieder verlassen haben, wurde das Wetter immer besser. Das haben wir sehr genossen und konnten nun auch hier und da einen Spaziergang machen und die Gegenden etwas beschnuppern.
Die Norweger sind anders als die Schweden oder auch die Südeuropäer. Wenn du nicht grüßt, grüßt hier niemand. Das ist sehr ungewohnt für uns. Das kennen wir in diesem Ausmaß so nicht, auch nicht aus Deutschland 😉
Die Menschen sind sehr zurückgezogen und wollen, so hat man das Gefühl, nicht angesprochen und in Ruhe gelassen werden.
Es ist im allgemeinen so. Nicht nur Fremden gegenüber, sondern sie sind auch bei den anderen Einheimischen sehr distanziert. So zumindest unsere Beobachtung.
Wenn man dann aber mal Kontakt hat, sind zu uns alle nett, freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit gewesen.
Wir haben unglaublich viele Wanderer, Fahrradreisende und im Auto Reisende die im Zelt schlafen gesehen.
Davor haben wir riesigen Respekt. Schließlich geht es ständig bergauf und bergab. Die meisten Radfahrer sind ohne E-Bike unterwegs.
Ausserdem hat man das Gefühl Norwegen besteht irgendwie nur aus Tunnel, Brücken und Fähren. Irgendwann haben wir aufgehört sie zu zählen
Finanziell weiß man ja, dass Norwegen ein teures Land ist.
Wir hatten sehr viele haltbare Lebensmittel von Deutschland mitgebracht und haben deswegen nur manchmal Frischware wie Gemüse, Obst, selten Fleisch und Fisch eingekauft.
Einmal standen wir für 12.- Euro die Nacht bei einem Cafe auf dem Hof. Bei diesem Urigem Cafe ussten wir es uns einfach gemütlich machen und haben für eine Tasse Tee, Kaffee soviel man wollte und zwei süße Stücke 17.- Euro bezahlt.
Hier gibt es so gut wie keine andere Waschmöglichkeit (wenn man nicht von Hand waschen möchte) außer auf offiziellen Stell- oder Campingplätze.
Für 133.- Euro inkl. Waschmaschine standen wir 4 Nächte auf einem schönen Campingplatz.
Die Spritkosten lagen knapp bei 2.-Euro pro Liter Diesel. Dazu kommen noch sämtliche Fähr- und Mautkosten. Die genauen Beträge hierfür stehen noch aus.
Sprit, Maut und Fährkosten sind für uns am teuersten gewesen.
Alles in allem halten sich die Kosten im Rahmen und sind, mit dem Wissen der teuren Preise hier, für uns ok.
Eine neue Erfahrung haben wir an Stellplätzen der Küste entlang gemacht.
Wisst ihr was einem einen fürchterlichen Schrecken in der Nacht einjagen kann und im ersten Moment etwas gruselig erscheint???
Wenn plötzlich ein Vogel auf dem Wohnmobildach landet und anfängt auf dem Dach herumzulaufen 😂 am schlimmsten sind die Möven.
Als das das erste Mal passiert war, war es Nacht und wir lagen im Bett. Erst als wir gemerkt hatten, dass es eine Möve war, könnten wir wieder beruhigt einschlafen. Immer wieder wurden wir von den Vögel unsanft geweckt und wenn sie dann stundenlang von vorne bis hinten über das Dach laufen, ist das manchmal schon etwas unheimlich gewesen 😂
Wir freuen uns sehr und sind dankbar dafür, dass wir diese Reise machen konnten. Das wir Schweden und Norwegen auf unsere Weise kennen lernen durften. Viele wunderschöne Plätze und Orte gefunden haben. Tolle Menschen getroffen und viele unvergessliche Momente und Erlebnisse hatten. Und obwohl es wirklich wunderschön war, sind Alex und ich uns einig, Norwegen ist absolut nicht unser Land.
Schweden hingegen können wir uns beide vorstellen irgendwann noch einmal zu besuchen.
Jetzt genießen wir die letzten Tage in Schweden bevor am Dienstag unsere Fähre nach Deutschland geht.